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Golfwissen

Golfwissen

Golfbegriffe – einfach erläutert im Golflädchen Golflexikon

Im Bereich Golfwissen haben wir die verschiedenen Wissensgebiete des Golfsports näher beleuchtet. In unserem Golflexikon finden Sie die wichtigsten Begriffe des Golfsports erläutert. Wählen Sie einen Anfangsbuchstaben:

 

A


Abschlag

Der Abschlag bezeichnet vornehmlich den Ort, an dem das zu spielende Loch beginnt. Definiert wird der Abschlag durch die rechteckige Fläche, die sich ergibt, wenn die Abschlagsmarkierungen um zwei Schlägerlängen Tiefe ergänzt werden. Die Abschlagsmarkierungen bilden dann die Begrenzungen der Seitenlinien des sich ergebenden Rechtecks.
Zum Abschlag gehört das Abschlagsbauwerk, auf dem sich in der Regel mehrere Zählspielabschläge befinden. Die Anzahl der Zählspielabschläge ist abhängig von der Anzahl der Abschläge für Damen und Herren. Die Bedeutung der Farben der einzelnen Zählspielabschläge:

Orange - Vordere Damenabschläge
Rot - Mittlere Damenabschläge (Standard)
Schwarz - Hintere Damenabschläge
Blau - Vordere Herrenabschläge
Gelb - Mittlere Herrenabschläge (Standard)
Weiß - Hintere Herrenabschläge


Abschwung

Der Abschwung beginnt als Teil der Schwungbewegung hin zum Ballkontakt. Er verläuft vom höchsten Punkt der Ausholbewegung und endet mit dem Impact, dem Treffmoment.

Abschwung

Abspielzeit

Die Spielleitung setzt gemäß den Golfregeln eine Abspielzeit fest, die vom Spieler eingehalten werden muss. Für den Fall der Zuwiderhandlung droht die Disqualifikation. Alternativ dazu kann bei geringwertigeren Verstößen statt einer Disqualifikation ein Lochverlust (beim Lochspiel) oder Strafschläge (beim Zählspiel) in Frage kommen.


Achtzehn-Loch

Entgegen der ursprünglichen 22 Löcher, die mit der Gründung von 22 "noble man" im Jahre 1754 im Golf Club St. Andrews für das Spiel vorgesehen waren, hat sich im Jahre 1764 das Golfspiel auf 18 Löcher mit Beschluss eben dieses Golf Clubs etabliert.


Aggregat-Zählspiel

Entgegen der ursprünglichen 22 Löcher, die mit der Gründung von 22 "noble man" im Jahre 1754 im Golf Club St. Andrews für das Spiel vorgesehen waren, hat sich im Jahre 1764 das Golfspiel auf 18 Löchern mit Beschluss eben dieses Golf Clubs etabliert.


Air-Press

Eine Möglichkeitsspiel zur Steigerung der Spannung an jedem einzelnen Loch. Man platziert, während der Ball nach dem Abschlag noch in der Luft ist, eine Wette in Bezug auf die Schläge, die für das gerade bespielte Loch benötigt werden.


Airshot

Für den Fall, es misslingt Ihnen, den Golfball im Anschluss an Ihren Abschwung zu treffen, ist in den Regeln bestimmt, dass Ihnen dieser sogenannte Airshot (Luftschlag) als Schlag an sich gewertet wird. Für die Fälle, in denen Ihnen während des Abschwunges der Ball vom Tee fällt, sei es durch, wegen oder während des Abschwunges, müssen Sie den Ball so spielen, wie er nunmehr liegt. Dies wäre nur dann nicht von Bedeutung, wenn Sie einen Probeschwung gespielt hätten, bei dem die Bewegung des Balles straffrei bleiben würde.


Albatros

Ein Albatros bezeichnet ein Spiel „Drei unter Par“, meint hierin, 3 Schläge weniger benötigt zu haben, als für dieses maßgebliche Loch angesetzt war, und ist somit nur bei einem Par-5-Loch möglich.


All Square

Meint den Gleichstand von zwei Spielern im Rahmen eines Lochspiels.


Allwettergriff

Ein wasserabweisender Schlägergriff, bevorzugt aus Kork und gummierten Leinenfäden hergestellt, der sich im Falle einer witterungsbedingten Notwendigkeit, trotz verminderter Haltbarkeit gegenüber herkömmlichen Griffen, als gute Alternative etabliert hat.


Amateur

Ein im Golfsport sehr maßgebliches Kriterium zur Hierarchisierung der Leistungsdichte. Der Grundgedanke hierbei beruht auf dem Umstand, dem beginnenden Amateur fernab der finanziellen Verlockungen den Spaß am Golfspiel zu erhalten. Dies manifestiert sich vor allem in der Regelung, dass es jedem Golfamateur untersagt ist, eine Preisgrenze von 750 € pro Wettspiel oder Serie zu überschreiten.


America´s Cup

Der Name der bekanntesten Segel-Regatta der Welt korrespondierte in den Jahren 1952–1967 mit dem im Golfsport ausgetragenen America´s Cup, im Rahmen dessen sich alle zwei Jahre die besten Amateure aus der USA, Kanada und Mexiko im Teamwettbewerb duellierten. Mittlerweile wird er aufgrund der erdrückenden Überlegenheit der USA nicht mehr ausgespielt.


Ansprechen

Die Ansprache bezieht sich auf die Konzentrationsphase unmittelbar vor der Einleitung des Rückschwungs. Die Ansprache beginnt laut Regeln mit dem Aufsetzen des Schlägers hinter dem Ball, da das Aufsetzen nach eingenommener Standposition im Falle eines Hindernisspiels bereits Strafschläge oder Lochverlust zur Folge haben kann.

Ansprechen

Approach (Übersetzung: Annäherung)

Meint den Annäherungsschlag an die Fahne, welcher darüber entscheidet, wie viele Putts auf dem Grün benötigt werden, um den Ball einzulochen.


Approach Cleek

Ein Mitte des 18. Jahrhunderts für die Annäherung verwendeter Eisenschläger, der als Vorgänger des Mashie-Iron angesehen wird.


As it lies (Übersetzung: wie er liegt)

Unmittelbarer Ausdruck des „Spirit of the Game“, im Rahmen dessen sich jeder einzelne Spieler zu bemühen hat, rücksichtsvoll, fair und regelkonform zu spielen. Diese, fernab des Ehrgeizes des Einzelnen, eingeforderte Disziplin im Verhalten manifestiert sich im „As it lies“-Prinzip. Nach diesem hat man den Ball so zu spielen, wie er liegt oder wie man ihn vorfindet. Ist beides nicht möglich, ist eine faire Lösung zu finden, was wiederum umfassende Regelkunde erfordert.


Ass, auch Hole-In-One

Ein vom Abschlag direkt ins Loch geschlagener Ball.


Attack Wedges

Ein Attack Wedge bietet aufgrund seiner Lofteigenschaften von 52° ab einer Annäherung an das Loch von mindestens 90 Metern im Gegensatz zum Pitching Wedge (48°) oder zum Sand Wedge (56°) die Möglichkeit, bei vollem Schwung das Grün zu attackieren.

Attack Wedge

Aufsetzen

Das Aufsetzen wird bestimmt von der reglementierten oder vorher ausgelosten Spielreihenfolge. Falls diese nicht erfolgt ist, richtet sie sich nach der „Ehre“. Das bedeutet, demjenigen, der im Zählspiel das beste Ergebnis hatte, obliegt die Ehre, den ersten Abschlag am nächsten Loch auszuführen. Im Falle eines Gleichstandes zählt die „Rest-Ehre“, die ermittelte Spielreihenfolge des vorherigen Loches.


Aufwärmen

Genau wie in jeder anderen Sportart eine Notwendigkeit, um Verletzungen zu verhindern. Besondere Muskelpartien, die vor dem Beginn eines Golfspiels aufgewärmt werden sollten, sind der Rücken, der Latissimus, die Schultern und der Trizeps.


Augusta (US-Bundesstaat Georgia)

Austragungsort der jährlich ausgetragenen US-Masters, dem National Invitational Tournament. Der Augusta National Course ist, aufgrund der recht bescheidenen Möglichkeit, als Golfspieler eine Qualität zu erreichen, die zur Teilnahme berechtigen würde, umgeben von diversen öffentlichen und halböffentlichen Golfplätzen, die einem ein Zugehörigkeitsgefühl vermitteln.


Aus

Entgegen der ziemlich klar definierten Regelausgestaltung, nach der „ein Ball im Aus ist, wenn er vollständig im Aus liegt“, wird die Auslegung im Falle eines Spielfeldes, in dem nur Pfosten die Außenlinie markieren, schwieriger. Hier verläuft der Auslegungsbereich von Pfosten zu Pfosten, entlang einer imaginären, auf der Bodenebene hinzugedachten, Auslinie. Maßgeblich sind die vorderen Verbindungspunkte der zwei gegenständlichen Pfosten, nicht die hinteren Verbindungspunkte.


Auslippen

Bezeichnet den Vorgang, bei dem ein Ball die Lochkante entlanglaufend fast ins Loch fällt, jedoch aufgrund zu hoher Geschwindigkeit eine Gegenbewegung entwickelt, die den Einlochweg überdauert und den Ball wieder – gewissermaßen aus dem Loch heraus – befördert. Das Auslippen führt in der Regel zum Aus(f)lippen des Spielers.


Ausrüstung

Die Ausrüstung für ein Golfspiel, die Sie zur Hand haben sollten, wenn Sie nicht durch Ablenkung oder Aufhalten während eines Zählspiels Strafschläge riskieren wollen: 14 Schläger, genügend Bälle (angepasst an Ihre persönliche Stärke unter Beachtung der Platzeigenschaften), verschiedene Spikes zur Einhaltung der Spikevorgaben des Golfplatzes, Pitchgabel, griffbereiter Ballmarker, ausreichend Tees für 18 Loch, wetterfeste Kleidung.


Ausschreibung

Unter der Maßgabe, die Golfregeln nicht außer Kraft zu setzen, obliegt es der Spielleitung, die Bedingungen eines Wettspiels zu bestimmen. Dies gilt insbesondere für Spiele wie Chapman-Vierer oder Scramble, die nicht von den Golfregeln beschrieben werden. Bei diesen gelten, selbst unter der Prämisse Sonderregelungen nach Art und Ausmaß des Spiels einführen zu müssen, nichtsdestotrotz alle regulären Golfregeln.


Auswahldrive

Eine Spielvariante, bei der vom Abschlag aus mehrere Spieler zwar einen eigenen Ball spielen, in der Folge jedoch nur ein Ball ausgewählt und weitergespielt wird. Dies ist eine strategische Erweiterung des Spielerlebnisses, weil neben der Lage des Balles weitere Faktoren mitbedacht werden können, die schlussendlich spielentscheidende Vorteile bringen können. Ganz besonders die Möglichkeit, demjenigen Spieler, dessen Ball ausgewählt wird, die Möglichkeit zu nehmen, von dieser Stelle aus weiterzuspielen, indem man ihn durch die Auswahl aussetzen lässt, meint einen solchen – möglicherweise spielentscheidenden – Vorteil.


Automatic Press

Eine Möglichkeit, noch mehr Wettkampfcharakter in das Spiel zu bringen, indem noch während der laufenden Runde eine vorher eingegangene Wette, die aber mehr oder weniger schon entschieden ist, als Unterwette zu gleichen Bedingungen für die restlichen Löcher eingegangen wird, um den eigentlich entschiedenen Wettkampf durch die Möglichkeit, mit der neuen Wette auszugleichen, anzuheizen. Der „Automatic Press“ meint die automatisierte Form davon, bei der der Spieler, der „zwei down“ liegt, automatisch die Möglichkeit bekommt, durch eine Unterwette zu gleichen Bedingungen für die restlichen Löcher auszugleichen.



B


Back Nine

Englische Bezeichnung für den zweiten Teil der 18 Löcher, die hinteren neun Löcher.


Backspin

Meint den rückwärtsdrallbedingten Auftrieb des Golfballes, der ohne diesen keine Höhe erreichen könnte. Je höher der Loft und je mehr griffige Grooves (Rillen) am Schlägerblatt, desto mehr Backspin erhält der Ball und umso höher fliegt er.


Backswing

Meint den Bewegungsablauf, beginnend von der Ansprechposition des Balles bis hin zum höchsten Punkt des Rückschwungs. Erst eine technisch saubere Koordination zwischen Ansprechposition und Schwungebene garantiert, dass der Schwungablauf zum gewünschten Ergebnis führt.

Backswing

Baffie

Die individuelle Bezeichnung für einen Holzschläger mit einem geringen Loft zu einer Zeit, als die Schläger noch nicht durchnummeriert waren und eigene Bezeichnungen trugen.


Bag

Im Golfsport wird die Golftasche als „Bag“ bezeichnet. Die Maßeinheit der Golfbags wird in Zoll angegeben und bezeichnet den Durchmesser der oberen Öffnung.

Bag

Bentgras

Das widerstandsfähige, meist in Richtung des Wassers wachsende Bentgras wird häufig in gemäßigten Breiten eingesetzt. Es hat einen geringen Strich und lenkt den Ball so nur wenig ab.


Beobachter

Eine von der Spielleitung bestimmte Person, die dem Platzrichter bei strittigen Fragen und beobachteten Regelverstößen zur Seite steht. Andere Aufgaben, wie die Bedienung des Flaggenstocks, Loch- und Lageanzeige sowie Ballaufnahme und -kennzeichnung, gehören nicht zu ihren Aufgaben.


Bermudagras

Findet Verwendung auf Grüns in wärmeren Klimazonen, ist körniger und beeinflusst die Laufrichtung des Balles maßgeblicher, während es zumeist in Richtung der untergehenden Sonne wächst.


Bestball

Eine Spielvariante, die auch als Defender-Spiel, Zwei gegen Eins oder Wentworth-Spiel bezeichnet wird. Wird als Drei-Ball-Spiel nach Match-Play-Regeln über 18 Löcher gespielt, wobei der Spieler mit dem niedrigsten Handicap gegen den Best Ball der anderen zwei spielt.


Bewässerungskopf

Kann als Behinderung gemäß Regel 24-2a bewertet werden, wenn es als unbewegliches Hemmnis – außerhalb der eigentlichen Spiellinie – Ihre Standposition oder den Raum Ihres beabsichtigten Schwungs beeinträchtigt. Für den Fall, dass ein solches Hemmnis vorliegen sollte, steht Ihnen straffrei die Möglichkeit zur Verfügung, den Ball gemäß der Regel 24-2b innerhalb einer Schlägerlänge zum nächstgelegenen Punkt der Erleichterung, welches jedoch nicht eine Annäherung an das Loch bedeuten darf, zu droppen.


Bingo-Bango-Bongo

Eine Spielvariante mit sehr hohem Fun-Faktor und ohne Spielvorgaben, wobei die in den Regeln vorgeschriebene Reihenfolge beim Spielen eingehalten werden muss. Punktevergabe: 1 Punkt für den, der als erster seinen Ball auf dem Grün platziert; 1 Punkt für den, dessen Ball am nächsten an der Fahne liegt, wenn alle gemeinsam auf dem Grün angekommen sind; 1 Punkt für den Ersteinlocher.


Biotop / als Biotop ausgewiesenes Wasserhindernis

Ein auf dem Golfplatz mit farbigen Pfosten (zumeist rot, gelb, blau oder weiß) gekennzeichneter und als Biotop geschützter Bereich, der in Verbindung mit den zuständigen Behörden zum Zwecke des Umweltschutzes als schützenswerter Bereich deklariert ist. Es gilt in der Regel der Grundsatz: „Spielen und Betreten verboten!“ Für den Fall des Bespielens aus dem Biotop während eines Wettspiels drohen Ihnen zwei Strafschläge und Disqualifikation, wenn Sie nicht vom Platzbetreiber sofort des Platzes verwiesen werden. Das Biotop gilt in der Regel als Aus und fordert Sie daher auf, sich mit den vor Ort herrschenden Platzregeln auseinanderzusetzen.

Biotop

Birdie

Beschreibt den Umstand, dass es Ihnen gelungen ist, das Loch einen Schlag unter Par zu spielen. Der persönliche Birdie ist simultan zum ursprünglichen Birdie, außer dass Sie gemäß Ihrem Handicap die vorgelagert hinzugezählten Schläge mitberücksichtigen.


Birdie-Karte

Ein Geländeplan, der Sie in die Lage versetzen soll, so gute Kenntnisse über den bespielten Platz zu erlangen, dass Sie das im Namen implizierte Ziel, bei jedem Loch einen Birdie zu erzielen, zu erreichen in der Lage sind. Enthält in der Regel eine Charakterisierung der einzelnen, zu bespielenden Löcher auf der jeweiligen Golfanlage.


Bisque (Vorgabenschlag)

Das Wettspiel „Bisque“ unterscheidet sich in seiner Vorgabe vom üblichen Stroke-Index in der Weise, als jeder Spieler nach Abschluss eines Loches noch vor dem Abschlag eines der Gegner selbst bestimmen kann, wie viele Bisques er für das abgeschlossene Loch in Anspruch nimmt.


Blade

Bezeichnet das Schlägerblatt oder die Schlagfläche des Eisenschlägers, wobei das Blatt dabei als Teil des Schlägerkopfes angesehen wird. Die weitergehende Unterscheidung bei Eisen erfolgt zwischen Cavityback und Blades. Die Massenkonzentration hinter der Schlagfläche bei den Blades ist für Spieler mit Handicap unter 10 konzipiert, deren Spielstärke eine Beliebigkeit im Links- und Rechtsdrall zur Verfügung stellt, weil durch den höheren Schwerpunkt mehr Sidespin übertragen werden kann und ein flacherer und härterer Schlag ermöglicht wird.

Blade

Blaster

Bezeichnet einen wuchtigen Schlag, der dazu geeignet sein soll, den Ball aus dem Sand zu schlagen. In vergangenen Zeiten diente der Begriff dazu, einen Schläger zu bezeichnen, der mit viel Loft und steifem Schaft ausgestattet die Vorgängerversion des heutigen Sand Wedge markierte.


Blauer Pfosten

Dient zur Markierung von Flächen mit ungewöhnlicher Bodenbeschaffenheit, wobei die Markierung auch durch eine blaue Linie erfolgen kann.


Bleistift-Drill

Eine Übung zum Ausschließen des notorischen Slice-Verhaltens mit dem Ziel, beim Durchschwung nur innen an den Ball zu kommen. Hierfür bringt man einen Bleistift ca. 60 cm seitlich des rechten Fußes mittig zwischen Ziellinie und Standlinie im Boden an, damit der Durchschwung, falls der Rückschwung außerhalb des Bleistifts zurückgeführt wurde, durch das Innen-entlanglaufen am Bleistift dazu führt, die Schwungbahn von innen nach außen zu gestalten.


Blind Hole

Bezeichnet ein durch Hindernisse verborgenes Loch auf einer Spielbahn, in der es dem Spieler verwehrt ist, am Abschlag die Fahne zu sehen.


Boden in Ausbesserung

Bezeichnet ein mit blauem Pfosten oder blauer Linie markiertes Gelände, im Rahmen dessen der Spieler straflos innerhalb einer Schlägerlänge vom nächstgelegenen Punkt der Erleichterung den Ball aufnehmen und ihn fallen lassen kann, wenn er damit keine Annäherung an das Loch vornimmt oder sich hierdurch in ein Hindernis oder auf das Grün bewegt. Bei nicht regelkonformer Umsetzung ist der Ablauf zu wiederholen.


Bogey

Bezeichnet ein Lochergebnis mit einem Schlag über Par, was beim Doppel-Bogey mit zwei über Par und beim Triple-Bogey mit drei über Par fortgesetzt wird.


Bogey Competition

Bezeichnet ein Loch-Wettspiel, bei dem der Spieler mit drei Viertel seines Handicaps als Vorgabe gegen den Platz spielt, wobei er zum einen jedes Loch gewinnen kann, wenn es ihm gelingt, unter Par zu spielen. Er kann jedes Loch halbieren, wenn er Par spielt, und er verliert jedes Loch, wenn er über Par spielt.


Bogey Golfer (Organisation)

Eine Vereinigung, die aus vielerlei Interessensgruppen bestehend, sich dem Golfsport aus einem anderen Zugang verschrieben hat. Fernab jeglicher Leistungsgedanken ist es Ziel dieser Vereinigung, vornehmlich der Jugend einen Zugang zum Golfsport zu verschaffen. Auch wenn in den Golfclubs bisweilen noch eine Seniorenatmosphäre herrscht und auch der Anschein erweckt wird, dass das Erlernen des Golfsports eine maßgeblich finanzielle Angelegenheit ist, möchte dieser Club nichtsdestotrotz der Jugend die Technik und Etikette des Golfsports näherbringen, was bei Vorhandensein eines außergewöhnlichen Talents auch zu einer außergewöhnlichen Talentförderung im Rahmen dieser Vereinigung führen kann.


Bogey Rating

Bezeichnet die Spielschwierigkeit des Platzes für einen Bogey-Golfer bei normalen Platz- und Witterungsbedingungen, basierend auf der gemessenen Länge, der effektiven Spiellänge sowie weiteren Erschwernissen, sofern durch diese das Bogey-Spiel erschwert wird. Ein Bogey-Rating gibt den Durchschnitt der besseren Hälfte des erzielten Ergebnisses eines Bogey-Golfers unter normalen Spielbedingungen wieder.


Bogey Train

Der Bogey Train, auch Bogey-Zug genannt, ist ein anhaltender Zustand, bei dem der Spieler auf seiner Runde einen Bogey nach dem anderen schlägt.


Bogey-Golfer

Bezeichnet einen Spieler mit einer Stammvorgabe von 17,5 bis 22,4 Hc. (Spielerin: 21,5 bis 26,4), wobei sein Abschlag im Durchschnitt 183 m (Spielerin: 137 m) beträgt und er in der Regel das Grün mit zwei Schlägen auf einer Spielbahn von 338 m (Spielerin: 256 m) Länge erreicht.


Borrow

Bezeichnet die Neigung eines Grüns. Im Speziellen auch den Break, sprich die Distanz, die ein Putt aufgrund der seitlichen und/oder frontalen Neigung von seinem direkten Weg zum Loch abweicht.


Bounce

Die in Grad bemessene Krümmung der Sohle eines Sand Wedges, die den Winkel zwischen Schlägerblatt und Bounce-Oberfläche angibt, wobei der Schlägerkopf an der Sohle dicker ist als bei einem normalen Eisen. Bei einem ordnungsgemäßen Schwung trifft das dicke Ende zuerst den Sand, gräbt sich dabei aber nicht ein, wie es beispielsweise das alternativ nutzbare Pitching Wedge tun würde.


Brassie

Bezeichnete in früheren Jahren – bis in die zwanziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts wurden die Schläger nicht durchnummeriert, sondern mit Namen versehen – das heutige Holz 2, das längste Fairway-Holz.


Break

Bezeichnet das Ausbrechen des Balles nach rechts oder links im Rahmen eines Putts, das von vielerlei Faktoren wie Stärke des Schlages, Kontur und Neigung des Grüns, Wuchsrichtung des Grases sowie Windgegebenheiten beeinflusst wird.


British Open

Das älteste offene Golfturnier der Welt, welches im Jahre 1860 in Prestwick/Schottland unter dem Namen „General Tournament of Scotland“ mit einem Turnier über 3 mal 12 Löcher seinen Anfang nahm, wobei im Rahmen dessen erstmals ein Amateurturnier für die Caddies, die damaligen „Pros“, ausgeschrieben wurde. Im Laufe der Zeit wurde das Turnier in „Open Championship“ umbenannt und der jeweilige Sieger bekam den „Challenge Belt“ verliehen, einen mit Silberplättchen verzierten Gürtel. Dieser Gürtel ging durch einen Triple-Sieg von Young Tom Morris in sein Eigentum über.


Broomhandle-Putter

Ein Langputter, der mit einer Hand an den Brustkorb gehalten wird, während die andere Hand eine Pendelbewegung ausführt. Wird meistens von guten bis sehr guten Spielern verwendet, die mit Puttproblemen auf höchstem Niveau zu kämpfen haben.


Browns

Bezeichnen das Gegenteil eines Grüns und sind nur noch auf Wüstengolfplätzen anzutreffen, auf denen jegliche grüne Vegetation fehlt. Die Spielfeldmarkierungen sind mit weißen Steinen gesetzt, wobei die Grüns aus hart gepresstem, mit Altöl vermischtem Sand bestehen. Der Golfer muss auf diesem Brown vor dem Einlochen, gleich wie auf einem Tennisplatz, die potenzielle Bahn des Balles mit Rechen und Lederlappen abziehen. Die letzten Browns existieren in Dubai, Abu Dhabi sowie auf einer Militäranlage auf Zypern.


Brutto

Das Bruttoergebnis gibt die Gesamtzahl aller Schläge in einer Runde noch vor Abzug des Handicaps wieder.


Bulge

Horizontale Krümmung der Schlagfläche eines Holzes.


Bump-and-Run

Bezeichnet einen Chip-Schlag mit dem Ziel der Annäherung, der jedoch erst einen Umweg über den Fairwayrasen nimmt, um dann auf das Grün zu rollen. Neben der Notwendigkeit, diesen Schlag bei starkem Wind anwenden zu müssen, empfiehlt es sich auch bei normalen Bedingungen, den Bump-and-Run-Chip dem Pitch vorzuziehen, wenn die Fahne weit genug im Grün steht, um den hierbei entstehenden Roll des Balles auszunutzen.


Bunker

Ein Bunker ist ein Hindernis in Form einer explizit hergerichteten und zumeist vertieften Bodenstelle, bei der das Gras durch Sand oder Ähnliches ersetzt wurde. Mit Gras bewachsener Boden angrenzend oder innerhalb des Bunkers ist nicht mehr Teil desselben. Ein Rand oder eine Wand des Bunkers, die nicht mit Gras bewachsen ist, ist Teil des Bunkers. Der Ball ist im Bunker, wenn er ihn mit irgendeinem Teil berührt. Die Grenzen des Bunkers erstrecken sich nur senkrecht nach unten und nicht wie beim Wasserhindernis zusätzlich auch nach oben.

Bunker

Buried Lie

Bezeichnet die vergrabene Lage eines Balles in einem Loch oder einem anderen Hohlraum.


 

C


Choke

Bezeichnet den nervlichen Druck, dem ein Spieler während eines Wettkampfes ausgesetzt ist. Daneben wird der Begriff noch verwendet bei einigen motorbetriebenen Golf-Carts älterer Bauart, die diesen morgens beim Anlassen benötigen.


Cleek

Ein alter schottischer Begriff, mit dem ein „gebogenes Stück Metall“ bezeichnet wird, das in etwa den heutigen Eisen 4 oder 5 entspricht.


Club

Während in der englischen Sprache mit diesem Begriff der Schläger an sich bezeichnet wird und dementsprechend Club Covers auch Schlägerhauben sind, meint die Bezeichnung Club Champion aber nicht den Schlägerchampion, sondern den besten Spieler des Golfclubs.

Club

Club Fitting

Ungefähr die Hälfte aller Golfspieler bevorzugen individuell angepasste (Club Fitting) Golfschläger, was selbst bei Anfängern eine Option darstellt. Hierbei werden diverse Fittings an der Schaftlänge, am Lie-Winkel, an der Flexibilität des Schafts sowie an der Größe des Griffs vorgenommen, um dem jeweiligen Spieler ein größtmögliches Abstimmungsgefühl zu vermitteln.


Clubhead

Bezeichnet den Schlägerkopf eines Golfschlägers.


Clubvorgabe

Das vom Golfclub speziell für Sie geführte Handicap, das auch als Stammvorgabe bezeichnet wird, aber nicht zu verwechseln ist mit der Spielvorgabe. Es ist notwendig, auf jedem Platz, den Sie bespielen, Ihre Spielvorgabe zu kennen, die Ihnen die Möglichkeit bietet, Ihre Stammvorgabe in Relation zur Platzschwierigkeit auszurechnen. Es existieren in der Regel Tabellen darüber, aus denen die notwendigen Umrechnungsmodifikationen hervorgehen.


Clubvorgabenanpassung

In jedem Spiel findet vor jeder Runde eine Anpassung der Clubvorgabe an die Spielschwierigkeit des zu bespielenden Platzes statt, die entgegen dem Bereich der DGV-Stammvorgaben nicht gemäß dem Slope (Anwendungsformel für die Umrechnung) dem Spieler mit der höheren Vorgabe auch eine höhere Anpassung zuteilt als demjenigen mit der niedrigeren Vorgabe, sondern mit einem einheitlichen festen Wert bei der Umrechnung operiert. Dieser Wert berechnet sich bei jeder Clubvorgabe aus der Differenz zwischen DGV-Stammvorgabe und DGV-Spielvorgabe eines Spielers mit Stammvorgabe 36,0, die Zählspielabschläge betreffend.


Coming over the Top

Bezeichnet einen Schlag, der zu sehr von oben ausgeführt wird, was in der Regel auf eine zu steile Schwungebene zurückzuführen ist und hieraus folgend einen schlechten Ballkontakt mit der Neigung zum Slice bedingt. Die notwendige Gegenbewegung, also ein flacher Rückschwung, beinhaltet jedoch die Gefahr, eine zu flache Schwungebene anzusetzen und den Ball zum Hook (Ballflug nach links) zu verführen.


Compression

Als einer der am meisten missverstandenen Begriffe im Golfbereich bezeichnet die Compression den Druck, unter dem ein Golfball hergestellt wurde. Da der Begriff ursprünglich als Messwert für die Qualität des Balles herangezogen wurde und hierin die Festigkeit bezeichnete, im Rahmen derer die Wickelung des Balles um den Kern herum angebracht wurde, entstand die allgemeine Auffassung, dass die Spielbarkeit eines Balles und die Länge von der Kompression abhängen würden. Heute definiert das Wort „Compression“ die erfahrene Verformung eines Balles, wenn ein Schlag auf ihn trifft, was bei den meisten Bällen einen Wert zwischen 80 und 100 wiedergibt. Grundsätzlich vermittelt ein niedrigerer Kompressionswert auch ein weicheres Gefühl, auch wenn nicht davon auszugehen ist, dass der auf dem Ball vermerkte Wert exakt den eigentlichen Wert wiedergibt. Die Differenz kann in jede Richtung um 3 bis 5 Punkte variieren, was für die Fälle, die darüber hinausgehen, bedeutet, dass sie als Rangebälle oder X-OUT-Bälle verkauft werden.


CONGU

Die CONGU-Bewertung bezeichnet einen Spieler, der eine Handicapwertung von unter 28 aufzuweisen hat, die seit der 1983 eingeführten Wertung des Council of National Golf Union als Maßgabe gilt.


Counterbalancing

Bezeichnet eine Swingweight-Reduction durch ein zusätzliches Gewicht am Griffende eines Schafts, mit dem Ziel, den Schläger schwerer zu machen und gleichzeitig das Schwunggewicht zu reduzieren.


Course

Die Gesamtheit aller Löcher, Fairways und Spielbahnen werden als Course bezeichnet.


Course Rating

Bezeichnet den Schwierigkeitsgrad eines Golfplatzes, dessen Wert für einen Scratch-Spieler bei normalen Wetterbedingungen und Platzbedingungen bestimmt wird. Hierzu werden die effektive Spiellänge des Platzes sowie weitere Erschwernisfaktoren, die einen Einfluss auf Scratch-Spieler ausüben können, mitberücksichtigt, wobei der Wert in Schlägen angegeben wird und bis auf eine Dezimalstelle nach dem Komma genau ist. Ziel dieser Bewertungsmethode ist die Herstellung allgemeiner Vergleichbarkeit von Spielergebnissen und Vorgaben der einzelnen Spieler, wobei die Längenbewertung und der Course-Rating-Wert nicht mit dem Par verwechselt werden dürfen, da der Par kein genaues Maß für die Spielschwierigkeit des Platzes darstellt.


Cross Bunker

Der Cross Bunker, der auch Querbunker genannt wird, erstreckt sich quer über das Fairway und liegt in der Regel vor dem Grün.


Cross-Handed-Griff

Ein beliebter Putt-Griff, bei dem der Rechtshänder den Putter mit der linken Hand zuerst ergreift und darauf folgend die rechte Hand überlappend zur linken Hand positioniert, wobei der Daumen der linken Hand oben auf dem Putter liegt. Hierbei ruht der rechte Handballen auf dem linken Daumen und der rechte Daumen liegt, gleich dem linken Daumen, oben auf dem Putter.

Cross-Handed-Griff

Cup

Bezeichnet das Loch selbst. Als Cup-Liner wird der Locheinsatz bezeichnet.


Cut

Bezeichnet die Schlussrundenqualifikation bei einem Turnier, was im Detail bedeutet, dass der Spieler unter dem Cut geblieben ist, wenn er es innerhalb von zwei Spielrunden nicht geschafft hat, unter die besten Qualifizierungen zu gelangen, um zwei weitere Runden spielen zu dürfen. Der Cut bezeichnet darüber hinaus eine Beschädigung am Ball, einen Schnitt an der Außenseite des Balles.


 

D


Dead

Bezeichnet einen „tot“ an der Fahne liegenden Ball, der beim nächsten Putt nur noch eine kleine Bewegung zum Einlochen erfordert. Was das für den vorherigen Putt an Ärgernis bedeutet hat, spricht für sich.

Dead

Decisions

Da der Golfsport mit seiner Regelvielfalt besticht, wird alle zwei Jahre vom R&A in St. Andrews der Titel „Decisions on the Rules of Golf“ herausgebracht, mit dessen Hilfe Sie in genau 1.212 Decisions Rückgriff nehmen können auf alles, was im Rahmen einer Runde zur Entscheidung stehen könnte.


DGV-Intranet

Bezeichnet die Vernetzungsstruktur des deutschen Golfsports, im Rahmen dessen die lokalen Computersysteme zu einer Informations- und Kommunikationsquelle zusammengefasst wurden, was für eine durchgängigere Verteilung der Informationslage führen soll.


Dimple

Bezeichnet die Einbuchtungen auf einem Golfball, die zwischen 350 und 500 Einbuchtungen variieren. Die Dimples nehmen wesentlichen Einfluss auf die Luftzirkulation um den Ball, was auch als „Grenzschicht“ (Boundary Layer) bezeichnet wird und dem Grunde nach dafür sorgt, dass der Ball überhaupt fliegt. Denn ein rotierender Ball wird im Sinne des Bernoulli-Effekts bewegt, indem der Ball die ihn umgebende Lufthülle verdrängt. Hierbei ist entscheidend zu wissen, dass in Abhängigkeit von der Position des Balles im Raum dort ein größeres Aufkommen an Luftströmung anzutreffen ist, wo der Spin des Balles dieselbe Richtungsgebung aufweist wie die durch den rotierenden Ball verdrängte Luftströmung. Diese Gleichschaltung führt zu einem Unterdruck, in dessen Richtung sich der Ball nunmehr bewegt.

Dimple

Dogleg

Bezeichnet eine Spielbahn, die eine scharfe Biegung nach links oder rechts aufweist. Da in der Regel der Biegungsknick des Platzes schon den Drive vom Abschlag betrifft, liegt die Herausforderung an diesem Loch darin, den Drive so zu platzieren, dass man ohne zusätzlichen Schlag in die Biegung hineinspielen kann, was in Fällen niedriger Vegetation insofern ausgeschlossen sein kann, als zur Überbrückung des Doglegs ein Schlag-Carry über die Biegung benötigt wird.


Dormie

Bezeichnet den Zustand, bei dem im Rahmen eines Spiels ein Spieler oder eine Mannschaft um so viele Schläge oder Punkte führt, dass bei der verbleibenden Anzahl der Löcher keine Möglichkeit mehr besteht, eingeholt zu werden. Die Abstammung des Wortes Dormie stammt von Dorm (engl. Schlafsaal), was im übertragenen Sinne bedeuten soll, dass man sich als gewinnende Mannschaft auch schlafen legen könnte für den Rest des Spiels.


Double Bogey

Bezeichnet die Verdopplung des Bogeys, der einen Schlag über Par wiedergibt, also zwei Schläge über Par. Der Triple Bogey ist drei Schläge über Par.


Double Dogleg

Bezugnehmend auf die Ausführungen zum Dogleg bezeichnet der Double Dogleg zwei aufeinanderfolgende Doglegs auf einer Bahn, was allerdings nur bei langen Par-5-Löchern anzutreffen ist.


Double Eagle

Bezeichnet ein Spielergebnis an einem Loch, in dem man drei unter Par geschlagen hat, was einzig bei einem Par-5-Loch möglich ist, das in diesem Fall mit zwei Schlägen beendet sein müsste.


Down

Bezeichnet im Lochspiel den Spielstand, in dem einer der Spieler hinter seinem Gegner zurückliegt.


Downswing

Der Downswing, zu Deutsch Abschwung, bezeichnet den Schwungbereich, im Rahmen dessen die Kraft und Beschleunigung bis zum Treffmoment des Balles aufgebaut wird, was schon wesentlich durch den Rückschwung mit beeinflusst wurde, sodass beide Schwungbereiche eine homogene Fließbewegungsverschmelzung eingehen sollten, um den bei Amateuren sehr verbreiteten Fehler zu vermeiden, in abrupten Bewegungen mit den Armen den Abschwung zu beginnen. Denn im Scheitelpunkt der Fließbewegung, mithin am Höhepunkt des Rückschwungs, muss die erste Bewegung des Abschwungs aus der Hüfte zurück zum Ziel initiiert sein, damit die notwendige Folge zur Entladung der aufgebauten Energie über den Rumpf und die Schultern erfolgen kann, und dann erst Arme, Hände und Schläger folgen.


Draw

Bezeichnet einen absichtlichen, zwecks Umspielung eines vegetativen Hindernisses erzeugten Seitwärtsdrall, der nach rechts startet und in einem Bogen nach links fliegt. Nicht zu verwechseln mit dem Hook, der als Folge eines unmittelbaren Fehlers in eine Richtung startet und auch dort landet.


Dreiball

Bezeichnet ein Lochwettspiel, bei dem drei Spieler – jeweils mit eigenem Ball spielend – gegeneinander antreten, und jeder der drei Spieler zwei voneinander unabhängige Lochwettspiele am Laufen hat.


Dreier

Bezeichnet einen Wettkampf, bei dem ein Spieler gegen zwei Spieler antritt, wobei beide Parteien jeweils nur einen Ball bespielen.


Dreizehn Regeln

Bezeichnen die ersten 13 Regeln, die im Jahre 1744 vom ältesten Golfclub der Welt, der „Honourable Company of Edinburgh Golfers“, im Rahmen seiner Gründung für den Golfsport niedergeschrieben wurden. Diese wurden im Jahre 1754 vom „Royal and Ancient Club“ in St. Andrews überwiegend unverändert übernommen.


Dresscode

Der Dresscode besitzt einen offiziellen Status nur bei Golfprofis, was jedoch nicht bedeutet, dass nicht auch Amateure sich vor dem Spiel erkundigen sollten, welche Gepflogenheiten auf dem jeweilig bespielten Platz herrschen. Als allgemein anerkannte Gepflogenheiten gelten: keine kragenlosen Shirts bei Männern, keine schulterfreie Oberbekleidung bei Frauen.


Drive

Bezeichnet den ersten Schlag von der Abschlagszone, den sogenannten Königsschlag, der vor allem Männer dazu verleitet, daraus eine wechselseitige Bewertungsgrundlage zu machen. Da die Damen diesem männlichen Bewertungsmechanismus nicht zugeneigt sind, wird den Männern die „Lady“ als Reizpunkt in der Form gesetzt, als ihnen für den Fall, dass sie den Drive nicht über das Ladies-Tee hinweg bekommen, das Ausgeben einer Runde kostenloser Getränke im Clubheim blüht.


Driver

Bezeichnet mit dem Holz 1 den Schläger mit dem längsten Schaft und dem geringsten Loft (4°–12°). Da sich im Zuge der Übersteigerungen das Volumen der Driver stetig vergrößerte, wurde dem im Jahr 2004 durch die Änderung der Regularien diesbezüglich ein Riegel vorgeschoben. Seitdem gilt, dass ein Schlägerkopf höchstens ein Volumen von 460 cm³ zuzüglich einer Toleranz von 10 cm³ aufweisen darf.

Driver

Driving Iron

Englische Bezeichnung für ein Eisen 1 oder Eisen 2, welche als Eisen mit dem längsten Schaft und dem geringsten Loft gelten, auch wenn das Eisen 1 heutzutage kaum noch gebaut und angeboten wird. Ein Eisen 2 weist einen Loft von lediglich 19° auf und wird nur noch bei zwei Dritteln der Konstruktionen mitberücksichtigt.


Drop-Zone

Bezeichnet eine von der allgemeinen Spielleitung des Platzes festgelegte Fläche auf dem Spielfeld, die dafür vorgesehen ist, den Ball genau dort fallen zu lassen, wenn er in einem Hindernis oder Biotop zum Liegen gekommen ist. Für den Fall, dass mehrere Drop-Zones ausgewiesen sind, ist es entscheidend, dass Sie die nächstgelegene Drop-Zone auswählen, selbst wenn diese Ihnen eine Annäherung an das Loch verschafft.


Droppen

Bezeichnet das Fallenlassen eines Balles, was von jedem Spieler selbst auszuführen ist. Es ist entscheidend, dass der Spieler beim Droppen des Balles aufrecht steht und den Ball mit ausgestrecktem Arm, in Schulterhöhe haltend, fallen lässt. In den Fällen, bei denen nach zweimaligem Droppen der Ball wiederholt in eine Lage gerät, in die er nach Regel 20-2c nicht zum Liegen kommen darf, greift die Regelung, ihn so nahe wie möglich an die Stelle zu legen, an der er zum ersten Mal auf einen Teil des Platzes traf, noch bevor er im Rahmen des zweiten Droppens erneut fallen gelassen wurde.


Duck Hook

Bezeichnet einen unkontrollierten, niedrig fliegenden Hook, bei dem der Ball flach nach links abdreht.


Duffer

Bezeichnet einen unbeholfenen Spieler, der auch Hacker genannt wird, aber nicht unbedingt ein Anfänger sein muss, die zumeist als Rabbits bezeichnet werden.


Dünn getroffen

Bezeichnet das Toppen eines Balles, bei dem der Ball mittig oder an der oberen Hälfte getroffen wurde und dementsprechend niedrig über den Boden fliegt. Ein so getroffener Ball weist wenig Backspin auf und rollt in der Regel sehr lange aus, was bei einem Annäherungsschlag fatale Folgen mit sich bringt, weil der tiefste Punkt des Schwunges zu weit vorne ist und dementsprechend der Treffmoment zu hoch ausfällt. Ein häufig beobachteter Grund hierfür ist das zu frühe Strecken des Körpers. Auch eine falsche Balllage kann ein Grund sein für einen zu dünnen Schlag. In seltenen Fällen kommt es vor, dass ein Spieler mit einem Wedge versucht, den Ball zu löffeln, anstatt sich auf die Lofteigenschaften seiner Schläger zu verlassen.


Durchschwung

Bezeichnet die Bewegung, folgend auf den Treffmoment, von Körper und Schläger bis zur Endposition. Unbeachtet der Tatsache, dass der Durchschwung im Rahmen des gesamten Schwungablaufes die untergeordnetste Rolle einnimmt, ist aus verletzungspräventiven Gründen große Sorgfalt auf ihn zu richten. Denn wenn Sie durch eine unmittelbare Eingebung den Durchschwung abzubrechen gedenken, konfrontieren Sie Ihren Körper mit einer während des gesamten Schwungablaufs aufgebauten Spannung, die nunmehr nicht mehr entladen werden kann und sich in der Regel in einer Verletzung an Schulter, Handgelenk oder Armen entlädt. Zumal ein gut austarierter Durchschwung durchaus zur Eigenprüfung insofern taugt, als Sie messen können, inwiefern nach dem Durchschwung Ihr Rücken gerade ist, Ihre Hüften ordnungsgemäß gedreht sind, Ihr Bauchnabel zum Ziel zeigt, Ihr rechter Fuß an der Ferse gehoben ist sowie Ihr hauptsächliches Gewicht auf Ihrem linken Fuß lastet.

Durchschwung

Durchspielen lassen

Die Frage des Durchspielenlassens ist trotz klarer Regelungen, die in der Regel vom jeweiligen Golfclub vorgegeben sind, immer wieder Streitgegenstand auf dem Golfplatz. Die Regeln besagen, dass das Vorrecht auf dem Platz durch das Tempo einer Spielgruppe bestimmt wird und jedes Spiel über eine volle Runde den Anspruch erwirbt, die Gelegenheit zu bekommen, jedes Spiel über eine kurze Runde zu überholen. Für den Fall, dass man nicht weiß, ob der Flight vor einem sich auf einer 9er- oder 18er-Runde befindet, sind die clubinternen Platzregeln in der Regel ziemlich klar definiert. Grundsätzlich gilt: Zweiballspiel vor Dreiball- und Vierballspiel; Einzelspieler genießen kein Platzrecht; am Wochenende können die Flightgrößen, das Einfädelungsverhalten und das Unterbrechungsverhalten vorgegeben sein; Abkürzen ist überall untersagt. Beachten Sie jedoch immer die allgemeine Etikette des Spiels, die beispielsweise besagt, beim Ballsuchen dem nachfolgenden Flight zu signalisieren, dass er zum Durchspielen aufgefordert wird. Vermeiden Sie jegliches Blockieren in diesem Zusammenhang, da die Platz- und Golfregeln sehr konkret sind: „Fallen Sie ein ganzes Loch hinter der Gruppe vor sich zurück und halten Sie die auf Sie folgende Gruppe mit Ihrem Spiel auf, sollten Sie dieser Gruppe das Durchspielen anbieten, unabhängig, wie viele Spieler in dieser Gruppen sein sollen.“


 

E


Eagle

Führt die gängige Bezeichnungsweise der Ergebnisse im Golfsport in Form von Vogelarten fort und bezeichnet ein Ergebnis von 2 unter Par an einem Loch. 1 unter Par = Birdie; 2 unter Par = Eagle; 3 unter Par = Albatros, wobei ein Double Eagle das gleiche wie ein Albatros ist.


Eclectic

Bezeichnet ein Zählspiel, bei dem der Spieler innerhalb einer festgesetzten Frist eine in der Ausschreibung begrenzte oder unbegrenzte Anzahl von Runden spielt, wobei sich das Endergebnis aus der Addition der jeweils besten Ergebnisse an jedem Loch ergibt. In der Regel sollten in der ersten Runde alle 18 Löcher aufgeschrieben werden und sich in der Folge auf die Löcher beschränken, in denen ein besseres Ergebnis erzielt wurde. Da in diesem Spiel nicht immer eingelocht werden muss, ist es kein vorgabewirksames Spiel.


Edinburgh

Die Bezeichnung „Edinburgh“ wird im Golfsport assoziiert mit einem im Jahre 1744 vom Bürgermeister der Stadt Edinburgh ausgeschriebenen silbernen Schläger als Preis für ein Wettspiel, welcher damals von den „Gentleman Golfers of Edinburgh“ untereinander ausgespielt wurde. Erst in der Folge wurde die Honourable Company of Edinburgh Golfers gegründet, woraus später die heute geläufige Club-Bezeichnung „Honourable Company of Edinburgh Golfers“ hervorging.


Effektive Spiellänge

Die effektive Spiellänge eines Golfplatzes ergibt sich aus einer mehrdimensionalen Vermessung, bei der geologische Faktoren wie höhenvariierende Ausrollebenen, allgemeine Geländehöhenunterschiede, aufzwingbare Vorlagevoraussetzungen, Doglegs, regelmäßig vorherrschende Windunregelmäßigkeiten sowie Relationen zum Meeresspiegel miteinbezogen werden. Diese können die Spiellänge erweitern oder verringern, sodass dem Rating-Team die Möglichkeit eröffnet wird, spielertypabhängig Längenbewertungen anzupassen, um das Course Rating zu erhalten.


EGA

Die European Golf Association, gegründet am 20. November 1937 in Luxemburg, mit Sitz im schweizerischen Epalinges, zählt insgesamt 36 Mitglieder und führt 6000 Golfplätze und ca. 4 Mio. Spieler in ihren Statistiken.


Ehre

Die Ehre gebührt demjenigen Spieler, der als Erster abschlägt, was sich im Rahmen eines Turniers zunächst aus der Aufstellung ergibt. In den Fällen, in denen es an einer solchen Aufstellung fehlt, wird oder „sollte“ um die Ehre gelost werden. Es gibt keine Regelung, die besagt, dass die Ehre demjenigen zusteht, der das beste Handicap vorzuweisen hat. Auf der Runde gebührt am Abschlag dem die Ehre, der entweder im Zählspiel das beste Ergebnis vorzuweisen hat oder im Lochspiel das vorherige Loch gewann, wobei zu beachten ist, dass am letzten Loch bei Gleichstand die „Rest-Ehren-Regelung“ greift, die besagt, dass die Spielreihenfolge vom letzten Abschlag greift.


Eisen

Der Eisenschläger unterscheidet sich, wie am Namen ablesbar, von den anderen Schlägern durch seinen Schlägerkopf aus Metall und seine grundsätzlich andere Form, wobei es vier Untergruppen bei den Eisen gibt: lange Eisen von 1 bis 3 für lange Distanzen, mittlere Eisen von 4 bis 6 für mittlere Distanzen sowie kurze Eisen von 7 bis 9 inklusive der Wedges für kurze Annäherungen.

Eisen

Eisenhower Trophy

Mit der Eisenhower Trophy werden seit dem Jahr 1958 alle zwei Jahre die Herren-Mannschaftsweltmeisterschaften der Amateure ausgespielt, die nach dem von 1953 bis 1961 amtierenden Präsidenten der USA, der übrigens ein sehr guter Golfspieler war, benannt sind.


Espirito Santo Trophy

Mit der Espirito Santo Trophy werden seit dem Jahr 1964 alle zwei Jahre die Damen-Mannschaftsweltmeisterschaften der Amateure ausgespielt.


Executive Course

Bezeichnet einen Neun-Loch-Platz, auf dem in der Regel nur Par-3-Löcher innerhalb einer Zeitspanne von insgesamt 90 Minuten gespielt werden können.


Explosionsschlag

Der Explosionsschlag bezeichnet einen Bunkerschlag, dessen Zweck es ist, einen im Sand eingegrabenen Ball herauszuschlagen. Dafür wird der Schläger mit großer Wucht vor dem Ball in den Sand geschlagen, sodass der Ball auf einem Sandkissen aus dem Bunker herausgetrieben wird. Neben dem Umstand, durch den Explosionsschlag nur wenig Spin erzeugen zu können und dementsprechend einen auslaufenden Ball hinnehmen zu müssen, fällt der Durchschwung bei diesem Schlag fast komplett aus, was einen im Sand stecken gebliebenen Schläger zur Folge haben kann.

Explosionsschlag

Extra Day Score

Bezeichnet ein Stableford-Nettoergebnis, welches ein Spiel unter vorgabewirksamen Bedingungen simuliert, obwohl es sich um kein vorgabewirksames Spiel handelt.


 

F


Face Depth

Bezeichnet die vertikale Schlagflächen-Ausdehnung, die gemessen an der Centerlinie ermittelt wird. Shallow = schmal, normal = normal, deep = groß (hoch).


Fade

Bezeichnet einen, analog zum Draw, bewusst geschlagenen Hindernisumgehungsschlag, wobei der Ball nach links startet und durch einen Drall eine Flugbahn nach rechts erzeugt.


Fat, Fat Shot

Bezeichnet einen Fehlschlag, bei dem der Ball nur eine sehr kurze Distanz zurücklegt, weil der Schlägerkopf vor dem Ballkontakt Bodenkontakt bekommt oder sogar hinter dem Ball den Boden trifft, was auch „fett getroffen“ bezeichnet wird.


Featherie Ball

Bezeichnet eine längst überholte Ballentwicklungsgenese, bei der im Jahre 1620 Golfbälle, damals noch aus Leder, zum ersten Mal mit Haaren, Federn und Kugeln ausgestopft wurden. Diese Bälle sind heute absolute Sammlerstücke mit hohem Wert.


Ferse

Bezeichnet das zum Spieler zeigende Ende eines Schlägerkopfes, wobei der Abstand von der Ferse zur Spitze des Schlägerkopfes, beispielsweise bei einem Holz, mit einem Anstellwinkel des Schaftes von 60° nicht größer als 127 mm sein darf.

Ferse

Fett getroffen

Analog zum „Fat, Fat Shot“ ein Fehlschlag mit den gleichen Eigenschaften. Diese sind nicht nur ärgerlich und zumeist schmerzhaft für Ihr Handgelenk, sondern erzeugen in der Regel auch ein nicht zu kleines Divot auf dem Fairway, während der Ball nur einen Bruchteil der Strecke zurücklegt als beabsichtigt. Signifikante Gründe können sein: Abknicken der Hüfte und Knie während des Durchschwungs, eine zu steile Schwungbahn oder ein zu weit nach vorne gelegter Ball beim Ansprechen.


Finish

Ein gutes Finish kennzeichnet sich dadurch, dass Sie nach dem Durchschwung Ihren Rücken möglichst gerade halten, Ihre Hüften soweit wie möglich zum Ziel hin gedreht halten, Ihren rechten Fuß an der Ferse heben sowie das Hauptgewicht auf Ihren linken Fuß verlagern.


Finishing Hole

Bezeichnet das letzte Loch auf einem Platz.


First Cut

Bezeichnet das Gras, welches direkt neben dem gemähten Fairway liegt und auch Semi-Rough oder Secondary Rough genannt wird.


Flagge

Die Lochfahne ist ein beweglicher Indikator, ausgestattet mit einem Flaggentuch, der inmitten des Loches steckend dem Spieler dessen Lage anzeigt. Die Bedienung des Flaggenstockes unterliegt genauer Maßgabe: Bedienen, Entfernen oder Positionsanzeige durch Hochhalten dürfen Sie vor jedem Schlag aus jeder Lage, in der Sie sich aktuell auf dem Platz befinden, ausführen; für die Fälle, dass Sie sich dem Bedienen, dem Entfernen sowie der Positionsanzeige nicht bedient haben, ist es untersagt, all diese Aktionen während des Balllaufes auszuführen, wenn dadurch der Ball in seinen Bewegungseigenschaften beeinflusst werden könnte. Die Bedienung des Flaggenstockes während eines ausgeführten Schlages ist eingetreten, wenn sich ein Spieler stehend in der Nähe dessen befindet, selbst wenn der Flaggenstock noch im Loch stecken sollte. In den Fällen, in denen der Flaggenstock von jemand anderem bedient wird, während Sie Kenntnis davon haben und keinen Einwand erheben, wird unterstellt, dass die Bedienung mit Ihrer Ermächtigung erfolgt ist.

Flagge

Flat

Bezeichnet einen – vornehmlich von guten Spielern genutzten – flachen Schlag, der dazu dient, an windigen Tagen den Ball tiefhaltend unter dem Wind durchzuspielen.


Flex-Schaft

Der Flex bezeichnet die Biegsamkeit eines Schaftes, wobei zwischen Soft-, Regular- und Firm-Flex unterschieden wird. Die Schaftflexibilität soll Ihnen dabei behilflich sein, gemessen an Ihrer körperlichen Konstitution, eine annähernd optimale Umsetzung von Schwunggeschwindigkeit mitsamt größtmöglicher Genauigkeit und Weite zu erzielen.


Flight

Bezeichnet zum einen die Flugbahn eines Balles und zum anderen eine Spielergruppe beim Abschlag, sodass der häufig verwendete Begriff „Flight“ oder „Flightzusammenstellung“ eine missverständliche Begriffsnutzung wiedergibt. Im englischsprachigen Raum wird der Begriff „Flight“ ausschließlich dafür verwendet, eine Lochspielkonkurrenz nach vorangegangener Zählspielqualifikation in Flights – mit vornehmlich acht Personen – zu bezeichnen. Jedoch muss konstatiert werden, dass im deutschsprachigen Raum wohl eine solche Verdichtung eingetreten ist, dass die etwas missverständliche Begriffsnutzung nicht mehr wegzudenken ist.


Flip Shot

Bezeichnet einen kurzen, sehr gut temperierten Annäherungsschlag mit hoher Flugbahn, auch „Lob Shot“ genannt, der mit einem Eisen mit starkem Loft gespielt wird.


Floater

Ein Ball, der in der Lage ist, auf dem Wasser eines Wasserhindernisses zu treiben und dementsprechend wieder herausgefischt werden kann. Bei den Floatern handelt es sich um Bälle, die vorwiegend auf Driving Ranges, die in Richtung eines Sees ausgerichtet sind, Anwendung finden.


Flop Shot

Analog zum „Flip Shot“ und „Lob Shot“ ein Schlag, der mithilfe der hohen Flugkurve zur Überwindung eines Sandbunkers und zum unmittelbaren Liegenbleiben auf dem Grün Anwendung findet.


Flyer

Bezeichnet einen aus dem Rough geschlagenen Ball mit hoher Flugbahn und ohne Backspin, dessen Rolleigenschaft aufgrund fehlenden Backspins ein Ausrollen auf dem Grün bedingt und somit über das Ziel hinausschießt, was in der Regel daran liegt, dass das Schlägerblatt den Ball im Rough nicht richtig gegriffen bekommt.


Follow Through

Vgl. Durchschwung.


Fore!

Fore! ist der im Golfsport übliche, laut und wiederholt getätigte Warnruf, wenn Ihr Ball eine nicht beabsichtigte Flugeigenschaft und -richtung einnimmt, mit der Sie jemand anderen gefährden könnten. Auch in Fällen, bei denen Sie nicht einsehen können, ob Ihr Ball während eines Irrfluges andere Spieler auf einem benachbarten Fairway gefährden könnte, müssen Sie durch den lauten Ausruf den anderen zumindest die prinzipielle Möglichkeit geben, sich zu schützen, indem sie rechtzeitig die Hände vor den Kopf ziehen.


Forecaddie

Eine für die Erhöhung des allgemeinen Spielflusses eingesetzte Person, die an unübersichtlichen Stellen die Aufgabe hat, anzuzeigen, wann der vorhergehende Flight nicht mehr in Reichweite ist und wie die geschlagenen Bälle liegen.


Forging

Bezeichnet den Prozess des Schmiedens von kompletten Schlägerköpfen oder Schlagflächen von Golfschlägern mit einem Hammer.


Forward Press

Bezeichnet einen Bewegungsablauf, der im Rahmen der Schwunglogikdiskussion einen prominenten Platz einnimmt und eine Vorwärtsbewegung des Oberkörpers unmittelbar vor dem Rückschwung meint. Während die einen der Meinung sind, dass die Logik des Schwunges den Forward Press nicht vorsieht, sehen andere einen Vorteil darin, da er den Rückschwung einleitet.


Forweight(ing)

Bezeichnet ein Gewicht an der Spitze eines Schlägerkopfes, das den Schwerpunkt des Schlägers mehr in Richtung Spitze verlagert.


Fourball

Bezeichnet ein Wettspiel, im Rahmen dessen vier Spieler in zwei Zweier-Teams gegeneinander antreten, während jeder seinen eigenen Ball spielt. Gewertet wird das bessere Ergebnis des Paares.


Fremdstoff

Mit Fremdstoffen, die nicht verwendet werden dürfen, sind diejenigen Stoffe gemeint, deren Zweckmäßigkeit die Ballflugeigenschaften, die Griffkompatibilitätseigenschaften oder die Schlagflächenfunktionalität insofern verändern, dass dem einzelnen Spieler daraus ein Vorteil erwachsen könnte.


Front Nine

Bezeichnet die ersten neun Löcher eines 18-Loch-Platzes, deren Begriffsverwendung auf die klassischen, an der Küste gelegenen Links-Courses in Schottland und Irland zurückführbar ist. Dort wurden die ersten neun Löcher die Küste entlang vom Clubhaus weg gespielt, und die restlichen neun Löcher, die auch Back Nine genannt werden, führen die Küste entlang zurück zum Clubhaus.


Fünf-Minuten-Regel

Umrahmt zeitlich die Situation, im Rahmen derer ein Spieler – möglicherweise unter Hilfe eines anderen Spielers – einen verlorenen Ball suchen darf. Maßgeblich für den Zeitablauf ist der Zeitpunkt, in dem er mit der Suche beginnt.


Fünffinger Wedge

Bezeichnet – scherzweise – die menschliche Hand, die zum Zwecke des persönlichen Vorteils in irgendeiner Weise, der Problemlösungseigenschaft des Wedges entsprechend, genutzt wird, jedoch in jedem Wettspiel unmittelbar zur Disqualifikation führt.


 

G


Gamesmanship

Bezeichnet die positiv konnotierte Definition einer englischen Wortschöpfung, deren Gebrauch auch in der Politik und in der Wirtschaft anzutreffen ist. Während sie in diesen Bereichen jeweils diplomatische oder politische Bewandtnis suggerieren soll, soll sie im Rahmen des Golfsports Hinweise auf die tieferliegenden Spielfertigkeiten des Einzelnen sowie seine Gerissenheit, aber auch seine Ablenkungsmanöver liefern, die zusammengenommen als psychologische Kriegsführung angesehen werden dürfen.


Ganzer bzw. 3/4 des Unterschieds

Bezeichnet die Differenz der Spielvorgaben zwischen den Gegnern, die nach der Vorgabenverteilung ermittelt wird, wobei auf ganze Schläge ab 0,5 aufgerundet und ab 0,4 abgerundet wird.


Gap Wedge

Wird auch Attack Wedge genannt und bezeichnet ein in den Lofteigenschaften zwischen dem Pitching Wedge (48°) und Sand Wedge (56°) liegendes Wedge, das dazu dienen kann, in gewissen Situationen sein normales Schwungverhalten beizubehalten, anstatt mit anderen Wedges riskante Schläge anzugehen. Wird in seinen Eigenschaften und Mehrwerten, die es für das komplexe Golfspiel bieten kann, oft unterschätzt – vor allem von Amateuren.


Gelbe Pfosten

Bezeichnet die Begrenzung von Wasserhindernissen, dessen Sprachgebrauch sich im Laufe der Zeit folgendermaßen konkretisierte: Gelbe Pfosten markieren „Wasserhindernisse“ und rote Markierungen beziehen sich auf „seitliche Wasserhindernisse“.

Gelbe Pfosten

German Masters

Bezeichnet ein von den Gebrüdern Erwin und Bernhard Langer ins Leben gerufenes Turnier, welches im Jahr 1987 in Stuttgart zum ersten Mal ausgetragen wurde, in den Jahren 1990 bis 1995 als „Mercedes Masters“ weitergeführt wurde und seit dem Jahr 1996 als „Linde German Masters“ firmiert.


German Open

Wurde im Jahre 1911 unter dem damaligen Namen „Internationale Golfmeisterschaft von Deutschland“ zum ersten Mal ausgetragen und fand seine mediale Präsenz 1975 als German Open. 1981 war Bernhard Langer der erste Deutsche, der die German Open gewinnen konnte.


Geschenkt

Eine in einem eigenen Regelabschnitt (Regel 2-4) geregelte Etikette, wonach jeder Spieler seinem Gegner jederzeit den nächsten Schlag als eingelocht schenken darf. Dies bedeutet, dass der Ball des Gegners mit dem nächsten Schlag als eingelocht gilt und jede Partei den Ball entfernen darf, was nicht zurückgewiesen oder widerrufen werden kann. Es gilt zu beachten, dass diese Regelung einzig für Lochspiele gilt, weil es sich hierbei um ein nicht vorgabewirksames Spiel handelt.


Geschlossener Stand

Bezeichnet die Standstellung, bei der die Linie, die Ihre Fußspitzen verbindet, rechts am Ziel vorbeiweist.


Geschwindigkeit

Laut Regeln darf der Ball nicht schneller als 275 km/h fliegen, wobei Amateure im Durchschnitt eine Geschwindigkeit in Höhe von 130–175 km/h und Profis eine Geschwindigkeit in Höhe von 250 km/h zu schlagen in der Lage sind. Die Schlägerkopfgeschwindigkeiten variieren je nach verwendetem Schlägertyp.


Gimmie

Bezeichnet einen geschenkten Putt, der so nah am Loch liegt, dass im Rahmen eines Lochspiels darauf verzichtet wird, ausputten zu lassen. Der berühmteste Gimmie der Golfgeschichte datiert aus dem Jahr 1969, wo beim Ryder Cup während eines Punktegleichstandes ein 50-cm-Putt, der überdies nur den Gleichstand wiederhergestellt hätte, geschenkt wurde und damit Europa den Ryder Cup gewann.


Girlie

Der bevorzugt von männlichen Spielern verwendete Begriff bezeichnet einen missglückten Abschlag, der noch nicht mal über die Abschlagslinie des kürzesten Damenabschlags hinwegkam. Ein solcher Fauxpas, der im deutschsprachigen Raum auch als „Lady“ bezeichnet wird, führt in der Regel dazu, dass derjenige, dem dieser Fauxpas geschehen ist, dem Flight im Anschluss an die Runde eine Freirunde im Clubhaus ausgeben muss.


Gleichgewicht

Die Bedeutung des Gleichgewichts im Golfsport ist neben der athletischen Komponente auch im Hinblick auf mentale Aspekte ein sehr wichtiger Faktor, was schon mit dem Schwung, der eine Drehbewegung sein soll und nicht eine Seitwärtsbewegung, anfängt. Es ist unbedingt notwendig, der Haltung im Golfsport eine besondere Stellung zuzugestehen, weil sie sich in jeglicher Hinsicht auf Ihr Spiel, sei es das Spiel oder die Etikette des Spiels betreffend, auswirken wird.


Golden Bear

Ist der Spitzname des Golfers Jack Nicklaus, der schon zu aktiven Zeiten eine lebende Legende war.


Golf Trolleys

Zur Beförderung eines Cartbags wird in der Regel ein Wagen benötigt. Dieser Wagen wird auch Golf Trolley genannt und ist in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Bei den Bauformen unterscheiden sich Golftrolleys mit drei Rädern von solchen mit zwei Rädern. Auch sind Golf Trolleys mit vier Rädern mittlerweile keine Seltenheit mehr. Viele Golfplätze bieten Golf Trolleys auch zum Leihen an.



Golfbags

Mit dem Begriff Golfbag wird eine Tasche zur Aufbewahrung der Golfschläger und aller weiterer Gegenstände, die zum Spiel benötigt werden, bezeichnet. Golfbags gibt es in verschiedenen Formen: Als Standbag zum Tragen und als Cartbag zur Befestigung auf einem Golf Trolley sind Golfbags am häufigsten anzutreffen. Eher seltener sind sogenannte Staffbags. Diese werden von Caddies getragen und sind vornehmlich bei professionellen Turnieren zu finden.

Golfbag

Golfschläger

Sämtliche Bauformen der zum Golfspielen benötigten Schläger werden mit dem Begriff Golfschläger bezeichnet. Die einzelnen Gruppen von Golfschlägern sind Hölzer, wobei hier noch eine Unterteilung nach Driver und Fairwayhölzern stattfindet, Eisen, Wedges und Putter. Eine weitere Gruppe innerhalb der Golfschläger stellen die Rescue-Schläger dar. Mit den Golfschlägern wird der Golfball geschlagen.

Golfschläger

Goose Neck

Bezeichnet einen Putter mit gebogenem Hals, bei dem der Schaft an der Seite des Schlägerkopfes befestigt ist.


Gorilla

Bezeichnet die Longhitter unter den Golfspielern, die in der Lage sind, den Ball außerhalb der Sichtweite zu befördern.


Graphit-Schläger

Entgegen der früher herkömmlichen Herstellungsweise, bei der Eisen noch aus Eisen und Hölzer noch aus Holz gefertigt wurden, verdrängen nunmehr andere Materialien wie beispielsweise Graphit oder Titan diese Herstellungsmethoden, was vornehmlich deren gelenkschonenden Eigenschaften geschuldet ist.


Grasbunker

Bezeichnet ein Hindernis, welches – ähnlich wie ein Sandbunker – eine vertiefte Bodenstelle definiert, die in diesem Fall mit Gras bewachsen ist, wobei zu beachten ist, dass der Grasbunker nicht als ein Hindernis im herkömmlichen Sinne anzusehen ist, weil der Schläger in diesem Bunker auch aufgesetzt werden darf.


Green Jacket

Bezeichnet den Höhepunkt des US-Masters-Turniers und steht für die Überreichung des grünen Sakkos durch den Vorjahressieger an den diesjährigen Sieger des Turniers.


Greenie

Bezeichnet eine unter Spielern beliebte Form der Zusatzwette, bei der derjenige gewinnt, dem bei einem Par-3-Loch die höchste Annäherung auf dem Grün zum Loch gelingt.


Greensome

Bezeichnet einen Vierer mit Auswahldrive, bei dem beide Partner an jedem Loch zwar jeweils abschlagen, jedoch nach dem Abschlag einen Ball auswählen und im Wechsel diesen Ball, wie bei einem gewöhnlichen Vierer, weiterspielen. In den Fällen, wo beide Bälle nach dem Abschlag aus irgendeinem Grund nicht weitergespielt werden können, wird das Wahlrecht des Balles durch die Regel, die bestimmt, wie mit dem Ball weiter verfahren werden soll, beschränkt.


Groove Cleaner

Bezeichnet ein speziell zur Säuberung der Grooves entwickeltes, zweiseitiges Werkzeug, welches auf der einen Seite ein spitzes Metallstück und auf der anderen Seite eine Bürste aufweist.


Groove Swing

Bezeichnet nicht, wie möglicherweise gedacht werden könnte, die Grooves auf dem Schlägerblatt, sondern steht für einen formvollendeten Schwung.


Grooves

Bezeichnet die Rillen auf der Schlägerfläche, die dem Ball Backspin verleihen und somit die aerodynamischen Flugeigenschaften des Balls maßgeblich beeinflussen. Daher sollte man die Grooves seines Schlägers stets sauber halten.

Grooves

Ground under Repair

Falls auf einem Golfplatz Flächen mit der Bezeichnung „Ground under Repair“, sprich mit der Bezeichnung „Boden in Ausbesserung“, gekennzeichnet sind, werden diese von der Platzleitung durch die Platzarbeiter mit blauen Pfosten oder blauen Linien sichtbar gemacht. Der Regelung, die hier greift, entspricht der der Behinderung durch „ungewöhnlich beschaffenen Boden“, die dann zu beachten ist, wenn Ihr Ball in einem solchen Umstand liegt oder ihn berührt, selbst wenn davon nur Ihre Standposition oder der Raum Ihres beabsichtigten Schwunges betroffen sein sollte.


Guttapercha

Ein aus der Gummisubstanz Guttapercha hergestellter, steinharter Ball, dessen Fertigung Ende des 19. Jahrhunderts eingestellt wurde und der heute ein begehrtes Sammlerobjekt darstellt.


Gutty

Ein von südostasiatischen Gummibäumen gewonnener Milchsaft, aus dem eine gummiähnliche Substanz extrahiert wird, woraus im Jahre 1848 die ersten Gummi-Golfbälle hergestellt wurden.


 

H


Hacker

Eine Metapher, die diejenigen Spieler beschreiben soll, welche mit ihrem Schwungablauf stetige Umgrabungsmaßnahmen auf dem gesamten Platz einleiten.


Halbieren

Für den Fall, dass beide Parteien im Rahmen eines Lochwettspiels an einem bestimmten Loch die gleiche Anzahl der Schläge aufweisen, besteht die Möglichkeit, das Loch zu halbieren, was auch für ein ganzes Spiel unter diesen Bedingungen möglich ist.


Handicap

Das von einem Scratch-Golfer erwartete Spielergebnis. Das Handicap ist die Maßzahl, die die Stärke eines Spielers wiedergeben soll und benennt die Schlagzahl, welche sich aus den überlappenden Schlägen zusammensetzt, die man oberhalb der Schlagzahlen eines Scratch-Golfers für die Runde benötigt. Der Wert wird nach erreichten Spielergebnissen ermittelt und vom Heimatclub kontrolliert. Es stellt insofern die Stammvorgabe dar, aber nicht die Spielvorgabe, die ihrerseits aus der Stammvorgabe in Relation zur Platzschwierigkeit ermittelt wird. Hierfür sind zwingend die Spielvorgabentabellen des Clubs zu beachten, welche auch die Rundungsregelungen bestimmen. Diese sind in der Regel auch im Internetauftritt des Clubs einzusehen.


Harke

Die Harke stellt ein werkzeugähnliches Instrumentarium für die Unebenheiten des Bunkers dar, mit dem der Spieler vor Verlassen dessen verursachte Unebenheiten einebnen sollte. Die Platzierung der Harke hängt davon ab, ob es sich um einen Bunker vor dem Green (im Bunker oder am Rand) oder um einen Fairwaybunker (am Rand, der dem Spiel abgewandt ist) handelt. Es sind in jedem Fall die Platzregeln des jeweiligen Clubs zu beachten, die im Einzelfall konkretisierende Regelungen beinhalten.

Harke

Heel

Heel, zu Deutsch Ferse, bezeichnet den Teil des Schlägerkopfes, der am nächsten zum Schaft liegt.


Heel Hit

Bezeichnet einen mit der Ferse des Schlägers getroffenen Ball.


Heel-Toe-Weighting

Bezeichnet eine Fertigungsart, die vor allem bei Puttern Anwendung findet und bei der die Gewichtsverteilung an Spitze und Hacke so ausbalanciert ist, dass der Schwerpunkt zwar gleich bleibt, gleichzeitig aber auch eine hohe Fehlerverzeihung verspricht, wenn der Ball nicht mittig getroffen wird.


Heelshafted

Bezeichnet die Putter, deren Schaft in der Nähe der Ferse des Putterkopfes befestigt ist, was bei 99 % aller Putter der Fall ist. Dies bietet Vorteile für diejenigen Spieler, die ihren Ball mit der Hacke treffen. Für Spieler, die ihren Ball vornehmlich mit der Spitze treffen, bietet sich ein „Centershafted“-Putter an.


Hickory

Bezeichnet vor langer Zeit gefertigte Golfschläger, die aus Hickoryholz, dessen Vorkommen heute nur noch in wenigen Teilen der Erde nachgewiesen ist, hergestellt wurden. Die Hickory-Holzarten zeichneten sich durch ein sehr belastbares und hartes Material aus und wurden vornehmlich zur Herstellung von Hammerstielen und Schlagzeugstöcken benutzt. Die Golfschläger aus diesem Holz wurden mit Ledergriffen versehen und trugen Namen wie Spon, Cleek oder Mashie.


Hit

Bezeichnet die Ausführung eines Schlages.


Hole in One

Bezeichnet einen Schlag, der vom Abschlag direkt in das Loch befördert werden konnte. Statistisch gesehen beträgt die Wahrscheinlichkeit hierfür 1/33.000, so dass im Schnitt für ein solches Hole in One 1.833 Runden gespielt werden müssten.


Honorable Company of Edinburgh Golfers

Als einer der ältesten Clubs der Welt gehandelt, soll die „ehrenwerte Gesellschaft“ ursprünglich als Loge der Freimaurer gegründet worden sein, was für damalige schottische Verhältnisse nicht ungewöhnlich war. Dass im Jahre 1744 der Bürgermeister von Edinburgh einen silbernen Schläger als Preis für ein Wettspiel der „Gentleman Golfers of Edinburgh“ stiftete, spricht dafür, dass es den Club als Interessengemeinschaft schon gab, noch bevor die „Company“ durch Meldung der heute geläufigen Bezeichnung beim Magistrat im Jahr 1795 offiziell gegründet worden ist. Der vonseiten des Bürgermeisters gesponserte Pokal sollte jährlich an den „Captain of Golf“ vergeben werden, dem es aufgetragen war, mithilfe seiner Freunde alle auftretenden Fragen, die mit dem Spiel zu tun hatten, aufzulösen, was ihn in diesem Jahr zum Herrscher der Regeln machte. Bis ins Jahr 1830 blieben die Leith Links die offizielle Heimat des Clubs, bis die Company in den Jahren 1836–1891 nach Musselburgh zog, um schließlich an ihren jetzigen Sitz nach Muirfield zu wechseln.


Hook

Bezeichnet die Auswirkungen eines Fehlers, bei dem der Ball mit einer nach links gestellten Schlagfläche getroffen wird und hierdurch einen Sidespin gegen den Uhrzeigersinn erhält, der den Ball unbeabsichtigt nach links abdrehen lässt.


Hookspin

Steht für den Sidespin gegen den Uhrzeigersinn.


Hustler

Die Bezeichnung für einen Spieler, der sich im Rahmen von Wettkämpfen „handicapschonend“ verhält, indem er ein höheres Handicap angibt, als er tatsächlich hat, um den Wettkampf gewinnen zu können.


 

I


Im Spiel

Im Spiel ist ein Ball, wenn Sie vom Abschlag aus einen Schlag nach dem Ball ausgeübt haben, selbst wenn es sich hierbei um einen Luftschlag gehandelt haben soll.


Impact

Bezeichnet Treffmoment, Kraftkomprimierung und zielgerichtete Aufschlagsreaktion des Balles, die umso besser gelungen sind, wenn das Schlägerblatt gerade die Ziellinie entlangläuft und Sie im Treffmoment das Gefühl haben, dass Ihr rechter Unterarm über den linken Unterarm rollt.


In

Ein Ball ist „in“, wenn er sich innerhalb der Grenzen und außerhalb jedes Teils des Platzes aufhält, der als „Aus“ gekennzeichnet ist.


Inch

Zoll = 2,54 cm.


Interlocking-Griff

Beim Interlocking-Griff umfasst der Rechtshänder mit seiner linken Hand am oberen Ende des Schlägergriffs das Griffstück, wobei der Zeigefinger der linken Hand ausgestreckt nach unten zeigt. Die rechte Hand wird unterhalb der linken Hand auf den Schlägergriff gelegt, wobei der rechte kleine Finger mit dem ausgestreckten Zeigefinger der linken Hand verschränkt wird und der linke Daumen von der rechten Hand umfasst wird. Als Variante des Vardon-Griffs, bei dem die Verschränkung des rechten kleinen Fingers mit dem linken Zeigefinger ausbleibt, unterscheidet er sich nicht wesentlich von diesem.

Interlocking-Griff

Iron Byron

Bezeichnet den Spitznamen für einen Schwungroboter, der von der USGA und anderen Institutionen zur Zulassung von Golfbällen eingesetzt wird, die bei einer Temperatur von 23 °C nicht schneller als 76,2 m/s, mithin nicht schneller als 275 km/h fliegen dürfen, wobei eine Toleranzgrenze von 6 % herrscht. „Iron Byron“ ist eine Reminiszenz an den ehemaligen U.S. Golf Champion Byron Nelson.


Irons

Bezeichnet alle Schläger, die kein Holz oder Putter sind, und beinhaltet die Eisen 1–9 sowie alle Wedges, ganz gleich, aus welchem Material sie gefertigt sind.


J


Jigger

In früheren Zeiten als „Cleek“ bezeichnet, beschreibt der Begriff „Jigger“ heute einen kurzschaftigen Hickoryschläger, der sich vergleichbar mit dem Eisen 5 und 6 zeigt und in früheren Zeiten auch häufig zum Pitchen benutzt wurde.


K


Kanonenstart

Der Kanonenstart bezeichnet eine Spielform, bei der die Spieler auf verschiedene Abschläge verteilt zur gleichen Startzeit mit dem Spiel beginnen, was durch ein akustisches Signal über den ganzen Platz kenntlich gemacht wird.


Kompressionsgrad von Bällen

In früheren Zeiten wurde der Begriff ursprünglich als Messwert für die Qualität eines Balles herangezogen, anhand dessen die Festigkeit, mit der die 3-Piece-Bälle um den Kern herum gewickelt waren, bestimmt wurde. Jedoch ist der allgemein verfestigten Auffassung entgegenzutreten, die besagt, die Spielbarkeit und Fluglänge eines Balles hinge von der Kompression ab. Denn heutzutage gibt der Begriff Kompression eine Zahl zwischen 0 und 200 wieder, mit der die Verformung definiert wird, die ein Golfball unter konstanter Gewichtsverteilung erfährt, wenn ein Schlag auf ihn ausgeübt wird. Die gängigen Kompressionen liegen bei 80, 90 und 100. Alles darüber hinaus Gehende wird als Rangeball und X-Out-Ball bezeichnet.


Künstliche Hilfsmittel

Künstliche Hilfsmittel werden von der R&A bestimmt, die sich im Übrigen vorbehält, die Regelungen diesbezüglich neu auszulegen und gegebenenfalls zu ändern.


L


Lady

Der bevorzugt von männlichen Spielern verwendete Begriff bezeichnet einen missglückten Abschlag, der noch nicht mal über die Abschlagslinie des kürzesten Damenabschlags hinwegkam. Dies führt in der Regel dazu, dass derjenige, dem dieser Fauxpas geschehen ist, dem Flight im Anschluss an die Runde eine Freirunde Getränke im Clubhaus ausgeben muss. Es gibt auch noch die „Schotten-Lady“, bei der man Glück im Unglück hatte, weil es der Drive gerade so über das Ladies-Tee hinaus geschafft hat.


Lag

Der „Lag“ bezeichnet die Verzögerung, mit der Sie Ihre Handgelenke zum Ende Ihres Rückschwungs abwinkeln. Denn umso später im Rückschwung abgewinkelt wird, desto höher liegen die Schlägerkopfgeschwindigkeit und der Impact, was im englischsprachigen Raum auch als „Loading the Club“ tituliert wird.


Latissimus

Als größter Muskel im menschlichen Körper beginnt er auf der ganzen Länge der Wirbelsäule unterhalb des Schulterblattes und dem oberen Rand der Hüfte und ist seitlich vorne an den Rippen angewachsen. Die Funktionalität des Muskels für den Golfsport schließt die Drehbewegung des Armes auf den Rücken, die Drehbewegung der Handfläche nach außen und den Rückzug des erhobenen Armes zum Körper ein. Zur Vorbereitung des Muskels auf das Spiel sollte auf eine ausreichende Dehnung geachtet werden.


Leader Board

Bezeichnet die Tafel, auf der die aktuellen Spielstände angezeigt und am Ende des Turniers die Spielergebnisse dargestellt werden.


Leder-Wedge

Bezeichnet den Lederschuh, mit dem ein Spieler versucht, sich einen Vorteil zu verschaffen, was bei Identifizierung zu einer Disqualifikation führt.


Lie-Winkel

Der Lie-Winkel bezeichnet den Winkel, den die Sohle des Schlägerkopfes im Verhältnis zum Schaft einnimmt, wobei jeder Schläger einen vom Hersteller festgelegten Standard-Lie besitzt, welcher an die Körpergröße eines durchschnittlichen Spielers angepasst ist. Um zu testen, ob der Lie Ihres Schlägers zu Ihren Körpermaßen passt, verwenden Sie eine Münze, die Sie auf den Boden legen und normal ansprechen. Bei diesem Ansprechen sollte die Spitze des Schlägerkopfes so weit in die Luft zeigen, dass die Münze unter das erste Drittel des Schlägerkopfes passt.

Lie-Winkel

Line-Up

Bezeichnet das vorausschauende Auslegen des nächsten Schlages auf der Spielbahn durch das Lesen und Untersuchen des Grüns.


Links

Bezeichnet in diesem Fall nicht etwa eine Richtung, sondern steht für das schottische Wort für eine hügelige und sandige Küstenlandschaft, die in der Regel zwischen Dünen und weide- oder agrarfähigem Land gelegen ist. Links sind frühe Zeugnisse des Seaside-Golfs und stehen im starken Kontrast zum Inlandsgolf und sind die ursprünglichste Form eines Golfplatzes.


Lip

Bezeichnet den Rand des Locheinsatzes, auch „Rim“ genannt, der beim Auslippen den am Locheinsatz entlangrollenden Ball wiedergibt, der wieder aus dem Loch herausrollt.


Loch

Das Loch hat einen Durchmesser von 108 mm und eine Tiefe von mindestens 101,6 mm zu haben. Im Fall eines Locheinsatzes muss dieser mindestens 25,3 mm unter der Grünoberfläche eingelassen sein, sofern die Bodenbeschaffenheit dies zulässt.


Lochspiel

Es gibt zwei grundsätzliche Spielarten im Golfsport: das Zählspiel und das Lochspiel, für die im Regelbuch sogar eigene, einzelne Regelungen getroffen werden. Im Rahmen des Lochspiels wird jedes Loch direkt gegen einen Gegner gespielt und Loch für Loch entschieden, wer nach dem KO-Prinzip besser steht, wobei bei gleicher Schlagzahl das Loch geteilt wird. Das Lochspiel entspricht eher dem ursprünglichen Sinn des Golfspiels, was durch die Entsprechung des Ryder Cups auch seinen Niederschlag findet. Selbst wenn die Mehrheit der Golfregeln beide Spielarten umfasst, dürfen beide Spielarten nicht miteinander vermengt werden, was sich vornehmlich im Zählen und in den Strafen ausdrückt.


Loft

Bezeichnet den Neigungswinkel des Schlägerblattes, der mit einer Gradzahl angegeben wird und die Neigung der Flugbahn des Balles beeinflusst. Es gilt: Je höher der Loft, desto mehr Backspin wird erzeugt und dementsprechend höher fliegt der Ball. Entscheidend hierbei sind die am Schlägerblatt befindlichen Grooves (Rillen), die für die Grifffestigkeit und somit für die Weitergabe des Lofts an den Ball sorgen.

Loft

LPGA

Bezeichnet die „Ladies Professional Golfers Association“, die jährlich ein „LPGA Championship“ ausrichtet, das als eines der vier Major-Turniere zum Grand Slam der Ladies gehört.


Luftschlag

Bezeichnet den misslungenen Versuch, den Ball zu treffen, der in der Regel dazu führt, diesen Fehlversuch als vollwertigen Schlag werten zu müssen. In Fällen, bei denen am Abschlag der Ball in irgendeiner Weise durch den Luftschlag vom Tee fällt, muss der Ball weitergespielt werden, wie er liegt, wobei es irrelevant ist, ob dies im Durchschwung oder im Rückschwung geschieht. Es sei denn, dass es sich hierbei um einen Probeschwung handelte. In diesen Fällen darf wieder aufgeteet werden, weil der Ball noch nicht im Spiel war.


 

M


Majors

Bezeichnet die vier „Grand-Slam-Turniere“: das US Masters, die US Open, die British Open sowie die US PGA Championship, deren Austragungsorte jährlich wechseln.


Maria Stuart

Steht für die ersten Adeligen – Königin von Schottland Maria Stuart und König Jacob –, die sich dem Golfsport verschrieben haben, während es bis dato eher ein Sport für Untertanen war.


Marker

Während im deutschsprachigen Raum als Marker der Ballmarker bezeichnet wird, mit dem die Lage eines Balles vor dessen Aufnahme gekennzeichnet wird, wird im englischsprachigen Raum mit Marker ein Zähler gemeint, ein Mitspieler, der die Anzahl der Schläge notiert.


Mashie

Gibt vornehmlich die alte Bezeichnung für das heutige Eisen 5 oder 6 wieder. Des Weiteren existierten auch Mashie Irons, die dem heutigen Eisen 3 entsprachen; Mashie Niblicks entsprachen den heutigen Eisen 7 und 8; Mid Mashie entsprach dem heutigen Eisen 4; Spade Mashie entsprach ebenfalls dem Eisen 4.


Matchplay

Bezeichnet das Lochspiel, in dem direkt Gegner gegen Gegner spielen und an jedem Loch entschieden wird, wer das Loch gewonnen hat. Normalerweise wird im KO-System gespielt.


Medal Play

Bezeichnet das Zählspiel, bei dem gegen den Platz gespielt und mit dem erreichten Spielergebnis mit anderen Spielern konkurriert wird, wobei bei diesem Spiel alle 18 Löcher gespielt werden.


Messpunkt

Bezeichnet die sichtbare Markierung, rechtsseitig auf Höhe der Längenmitte gelegen, die die Länge der Spielbahn für die Spieler bemessbar macht.


Mid Iron

Bezeichnet die mittleren Eisen 5 und 6.


Mixed Foursome

Bezeichnet ein Wettspiel, bei dem sich zwei gemischtgeschlechtliche Zweier-Teams gegenüberstehen und jedes Team einen einzigen Ball spielt, der im Wechsel geschlagen wird.


Morris, Old Tom

Ein um die Jahrhundertwende vom 19. ins 20. Jahrhundert spielender Golfstar, der im Alter von 46 Jahren im Jahre 1867 als bislang ältester Gewinner der „Open Championship“ gelistet ist. Ein Jahr darauf gewann sein Sohn als bislang jüngster Spieler die „Open Championship“.


Mulligan

Auch wenn keine genauen Angaben über die Herkunft der Bezeichnung existieren, wird von einem Iren namens Mulligan gemunkelt, nach dem eine Gegebenheit während des Spiels benannt ist, die, ohne in den Regeln erwähnt zu sein, als Geste unter Gentlemen angesehen wird, bei der demjenigen Spieler, dem ein Abschlag misslungen ist, ein Freischlag zugestanden wird.


Muskel-Gedächtnis

Bezeichnet die Erinnerungsfunktion menschlicher Ontologie, bei der ein eingeübtes Bewegungsverhalten immer wieder auf die gleiche Weise wiederholt wird, ohne die Notwendigkeit, sich hierüber noch einmal Gedanken machen zu müssen.


N


Nassau

Steht für eine sich großer Beliebtheit erfreuende Turnierform, die ähnlich wie ein Zählspiel, jedoch unter Berechnung der Vorgabeschläge nach dem Vorgabenindex an jedem Loch, gespielt wird. Die Preisvergabe wird insofern aufgesplittet, als jeweils für die ersten neun Löcher, für die letzten neun Löcher sowie für alle Löcher insgesamt Preise ausgelobt sind. So kann man auch nach einem schlechten Start noch einen Preis gewinnen.


Nasse Bunker

Beim nassen Bunker steigt aufgrund der andersartigen Beschaffenheit des Untergrundes die Wahrscheinlichkeit, den Ball zu toppen, dem man insofern entgegenwirken kann, indem der Stand geöffnet wird, der Schläger aber in Square-Ausrichtung bleibt und man gegebenenfalls sogar ein Pitching Wedge benutzt.


Netto

Eine im Amateurbereich gängige Ergebnisermittlung, die entgegen der absoluten Ergebnisse relative Ergebnisse miteinander vergleicht. Diese Relation setzt sich zusammen aus der Verrechnung der Vorgabe, die sich ihrerseits aus den vorherigen Wettspielergebnissen ergibt und die über das Ergebnis des Spitzenspielers in diesem Flight hinausgehen darf, sowie aus dem tatsächlich gespielten Bruttoergebnis. Die Relationssetzung von Spielergebnissen macht nur dann Sinn, wenn die Grundlagen der Vorgaben-Bewertung für jeden Spieler die gleichen sind, was nur gegeben ist, wenn dem Können des Einzelnen und der Platzschwierigkeit Rechnung getragen worden ist.


Niblick

Bezeichnet ein Holz, auch Wooden Niblick genannt, mit kleinem Kopf und großem Loft, das in früheren Zeiten eingesetzt wurde, um Bälle aus schlechten Lagen spielen zu können, aber heute keine Relevanz mehr besitzt. Auch ein Eisenschläger für die Bespielung von Bällen in Vertiefungen trug diesen Namen.


No Return

Gibt die Bezeichnung für das vorzeitige Beenden eines Wettspiels an, also beispielsweise in den Fällen, in denen der Spieler keine Scorekarte abgibt oder das Wettspiel abbricht. Dies ist insofern relevant, weil der Vorgabenausschuss bei auswärtigen Spielern dem jeweiligen Heimatclub alle vorgabewirksamen Ergebnisse mit den dazugehörigen Zusatzinformationen wie Datum, Ort, Course-Rating-Wert, Slope-Wert, Par, Netto- und Bruttoergebnis sowie Stableford-Nettopunkte meldet. In den Fällen, in denen das vorgabewirksame Ergebnis weniger Stableford-Nettopunkte aufweist, als die auf Basis der DGV-Stammvorgabe anwendbare Pufferzone zulässt, eine Disqualifikation vorliegt oder aber ein No Return vorliegt, für den kein sachlicher Grund vorgelegen hat, führen diese zur Heraufsetzung der DGV-Stammvorgabe um 0,1 Punkte.


Nose

Bezeichnet die Spitze des Holzschlägerkopfes.


O


Obstacle Factors

Der Begriff Obstacle Factors steht für hinderliche Erschwernisfaktoren, die auf Basis von natürlichen Gegebenheiten, der Vegetation oder aber den gegebenen Spielbedingungen das Bespielen des Platzes erschweren.


Onduliert

Ein onduliertes Grün bezeichnet die wellenförmige und geschwungene Ausgestaltung der Grünoberfläche, was die Berechnung des Putts erschwert.


One Iron

Eisen 1.


Opening Hole

Das erste Loch, welches bespielt wird, nennt sich „Opening Hole“, wohingegen das letzte Loch „Finishing Hole“ bezeichnet wird.


Out

Entgegen der sehr klaren Regelauslegung, nach der „ein Ball im Aus ist, wenn er vollständig im Aus liegt“, ergeben sich insbesondere auf Plätzen, in denen die Markierungen durch Pfosten gesetzt wurden, immer wieder Fragen zur Regelauslegung. In diesen Fällen ist der Ball im Aus, wenn er über den dünnen Streifen hinausgeht, der sich aus der imaginären Verbindung zwischen den zum Platz gewandten Pfosteninnenseiten ergibt, selbst wenn der Ball noch zwischen der imaginären Pfostenbreite liegen sollte.


Out of Bounds

Bezeichnet einen Ball, der sich außerhalb des Spielbereiches befindet.


Overlapping-Griff

Bezeichnet den von Golfern als neutral bewerteten Griff, bei dem Rechtshänder ihre linke Hand an das obere Ende des Schlägergriffs legen, um den Schläger mit der linken Hand zu greifen, den Daumen rechts von der Schlägermitte zu platzieren und mit dem Zeigefinger den Griff zu umschließen. Die rechte Hand wird unterhalb der linken Hand auf den Griff gelegt, während dieser in der Beuge der mittleren Finger ruht. Zu guter Letzt legt man den rechten kleinen Finger über den linken Zeigefinger, während der rechte Daumen links der Mitte des Griffs oben auf dem Griff ruht.

Overlapping-Griff

Overspin

Bezeichnet einen Vorwärtsdrall des Balles, der auch Topspin genannt wird und erst nach Auftreffen des Balles auf der Oberfläche entsteht.


 

P


Par

Bezeichnet das von einem Scratch-Golfer auf dem jeweils bespielten Loch erwartbare Spielergebnis, im Rahmen dessen ein fehlerloses Idealspiel fernab jeglicher äußerer Einflüsse in Anschlag gebracht wird, wobei immer zwei Schläge für das Grün miteingerechnet werden. Diese niemals die absolut idealtypische Norm wiedergebende Richtgröße wurde erstmals anlässlich der „British Open“ im Jahre 1870 verwendet, als ein Sportjournalist zwecks reproduzierbarer Vergleichbarkeit in Absprache mit den spielenden Profis eine Systematik entwickelte, mit der schließlich im weitesten Sinne die Anzahl der benötigten Schläge für ein fehlerfreies Spiel ermittelt werden konnte. Das Par wird für jede Spielbahn individuell festgelegt, indem die Abhängigkeit von der Lochlänge ermittelt wird.


Par 3

Lochlänge bis 229 Meter (Männer); bis 192 Meter (Frauen).


Par 4

Lochlänge 230 bis 430 Meter (Männer); 193 bis 366 Meter (Frauen).


Par 5

Lochlänge ab 431 Meter (Männer); ab 367 Meter (Frauen).


Penalty Stroke

Die Penalty-Stroke-Regelung dient der Nivellierung eines fairen Spiels und strebt dementsprechend weniger eine Bestrafung an als die Gewährleistung einer abschließenden Vergleichbarkeit. Insofern folgen die hinzuzurechnenden Strafschläge einem simplen Prinzip: Sie rechnen immer dann einen Strafschlag hinzu, wenn es Ihnen nicht möglich ist, von der Stelle weiterzuspielen, an dem Ihr Ball zum Liegen gekommen ist. Also immer dann, wenn Sie nicht nach einer anderweitig anwendbaren Regel straflose Erleichterung in Anspruch nehmen können. Sie rechnen immer dann zwei Strafschläge hinzu, wenn Sie ohne Absicht einen direkten Regelverstoß begehen, was sich in der Regel auf Fehler im Rahmen von Ansprechpositionen und den in diesem Zusammenhang häufig vorkommenden Berührungen des Wassers oder des Bunkers fokussiert.


Persimmon

Ein aus der Familie der Ebenhölzer entstammendes, sehr hartes Holz, das als beste Holzart für Schlägerköpfe angesehen wird.


PGA Tour

Die „Professional Golfers Association“ der USA, deren Aufgabe sich mit Ausnahme der „US Masters“ und der „US Open“ auf die Organisation der Tour-Turniere erstreckt.


Pin

Bezeichnet den Flaggenstock.


Pin Position

Bezeichnet die Position des Flaggenstocks auf dem Grün, wobei der entscheidende Bezugspunkt der vorderste Punkt des Grüns im Verhältnis zur Anspielrichtung ist.


Pitch Shot

Mit dem Pitch werden spielbedingten Notwendigkeiten Rechnung getragen, bei denen die zurückzulegende Entfernung so groß ist, dass mit einem Chip nicht mehr angemessen darauf reagiert werden könnte. Dies wird ganz besonders augenscheinlich, wenn sich zwischen Ball und Grün ein Bunker, ein Graben oder auch ein Wasserhindernis befindet. Mit dem Pitchingvorgang und der resultierenden Höhe und Weite ist es Ihnen möglich, den Anforderungen insofern Rechnung zu tragen, als Sie mit dem impliziten Backspin gewährleisten können, trotz des eingesetzten volleren Schwunges einen schnell zum Erliegen kommenden Ball gespielt zu haben.


Pitch-and-Putt-Course

Bezeichnet einen zur Übung vorgesehenen Kurzlochplatz, bei dem aufgrund der Kürze der Löcher jeder Schlag als Pitch gespielt wird.


Pitch-and-Run

Bezeichnet einen Pitch, bei dem der Ball nach der Landung weiterrollt.


Pitchgabel

Bezeichnet ein zweizackiges Werkzeug zur Ausbesserung von Pitchmarken, dessen Nichtgebrauch als unbedingter Etikettenverstoß angesehen wird.

Pitchgabel

Pitching Wedge

Bezeichnet einen im Laufe des Spiels häufig benutzten Schläger, der sich mit seinen Lofts von 48° bis 50° besonders zur Grünannäherung eignet.


Pitchmarke

Bezeichnet ein Einschlagloch eines Balles auf dem Grün, das sich auf den pitchbedingten hohen Auftreffwinkel zurückführen lässt, und dessen Ausbesserung fernab der Lage Ihres Balles auf dem Grün dringend geboten ist, da Sie sich ansonsten im Bereich des Etikettenverstoßes bewegen.


Pitchmarker

Dient der Kennzeichnung der Lage eines Balles auf dem Grün, bevor man ihn aufnimmt, was regeltechnisch vorgeschrieben ist. Hierfür wird in der Regel ein Pitchmarker benutzt. Für den Fall, dass sich der Pitchmarker beim Aufnehmen versehentlich bewegt, bleibt dies so lange straffrei, wenn sich dies wieder korrigieren lässt. In den Fällen, in denen sich die Bewegung nicht im Rahmen des Aufnehmens oder Kennzeichnens ereignet, zieht das einen Strafschlag nach sich.


Pivot

Bezeichnet die dynamische Drehungsstabilität der Drehachse Schultern–Oberkörper–Becken während des Schwunges, mit deren aufmerksamer Zuhilfenahme die eigentliche Schwungbewegung im Golf, nämlich eine Drehbewegung und keine Seitwärtsbewegung, bis hin zur Ausgewogenheit stabilisierend eingeübt wird.


Platzerlaubnis

Bezeichnet entgegen der sonstigen Vorgaben keinen Spielstärkennachweis, sondern eine Richtlinie zur Förderung der Spieler beim Erlernen des Golfsports, aus der für keinen Club eine Übernahmepflicht resultiert.


Platzpflege

Eine sorgsame Platzpflege sorgt nicht nur für ästhetische Highlights, sondern dient vor allem der Spielgeschwindigkeit.


Platzrichter

Ein von der Spielleitung bestimmter Überwacher des Spiels, der bei dringenden Tatfragen die vollumfängliche Wirksamkeit geltender Regeln gewährleistet, indem er, wenn nötig, einschreitet.


Plump Method

Bezeichnet eine Auslotmethode zum Lesen der Konturen und Neigungen des Grüns. Hierfür wird der Putter am Griffende mit zwei Fingern gehalten und in Richtung Loch ausgerichtet, damit eine imaginäre Linie als Spiellinie dienen kann, deren angemessene Berechnung mit zunehmender Erfahrung besser wird.

Plump Method

Pot Bunker

Bezeichnet tiefe Bunker, die besonders steile Seitenwände aufweisen und deswegen wenig bis gar keine Sicht mehr auf den Platz bieten, was hohe Anforderungen an diejenigen Spieler stellt, die in Unkenntnis eines solchen Bunkers den Platz bespielen, da sich ein Topfbunker so lange nicht zu erkennen gibt, bis Sie Ihren Ball hineingespielt haben.


Preise

Den Regeln entsprechend werden Preise denjenigen zugesprochen, die die wenigsten Schläge für die festgesetzte Runde benötigt haben. Eine Weitergabe an nachfolgende Spieler, falls der Gewinner bei der Preisvergabe nicht mehr anwesend sein sollte, ist aufgrund des Grundsatzes, dass Brutto- und Nettoergebnis in einer Hand sein müssen, nicht zulässig.


Primary Rough

Bezeichnet das eigentliche Rough, mit dem das nicht geschnittene Raue vor dem Semi-Rough und dem Fairway gemeint ist.


Private Course

Bezeichnet einen privaten Golfplatz, der weiteren Greenfee-Spielern nicht zugänglich ist, wobei zu unterscheiden ist, ob es ein reiner Private Course ist oder ein Semi-Private Course, die häufig in Verbindung mit Resorts und Hotels anzutreffen sind und nur den jeweiligen Gästen zur Verfügung stehen.


Probeschwung

Bezeichnet den wesentlichen Teil der Pre-Shot-Routine, bei der der Rhythmus eingeübt wird, und in deren Zusammenhang gilt: „Gleichbleibend wenige dienen dem Rhythmus, verschiedenartig viele stören ihn.“


Professional

Bezeichnet diejenigen Spieler, die den Golfsport zur Ausübung eines Berufes machen konnten und die Mitglieder der jeweiligen nationalen PGA sind. Golfprofis müssen, wie in jedem Beruf auch, einen bestimmten Ausbildungsweg durchschreiten, wobei hierin zwischen Playing-Pros und Teaching-Pros unterschieden wird.


Progressive Off

Bezeichnet einen am Schaft zurückversetzten Schlägerkopf und damit die Auftriebseigenschaft des Schlägers, die bei längeren Eisen geringer und bei kürzeren Eisen höher ist.


Provisorischer Ball

In den Fällen, in denen Sie nicht mit Gewissheit sagen können, ob Ihr Ball im Aus liegt oder Sie ihn in schlechter Lage wiederfinden, steht Ihnen nach Regel 27 das Recht zu, einen provisorischen Ball zu spielen. Inwiefern der provisorische Ball, der eigentlich nicht im Spiel ist, in welcher Konstellation zum Ball im Spiel wird oder auch werden muss, sei nunmehr aufgelistet: Aus reiner Vorsicht geschlagene provisorische Bälle sind so lange nicht im Spiel, solange Sie es Ihren Mitspielern rechtzeitig mitteilen und sich noch nicht auf die Suche nach dem Ball begeben haben, der Ihre Vorsichtsmaßnahme ausgelöst hat. Das Gegenteil macht den provisorischen Ball unter Strafe und Verlust der Distanz zum Ball im Spiel. Sie können provisorische Bälle auch ab Abschlag spielen, wenn Sie dadurch keine Reihenfolge beeinträchtigen. Für provisorische Bälle von allen anderen Stellen gilt die Beachtungsnotwendigkeit einer Reihenfolge nicht mehr. Beachten Sie, dass Sie den provisorischen Ball mit so vielen Schlägen bespielen können, wie Ihnen beliebt, solange Sie nur bis an die Stelle schlagen, an der Sie Ihren Ball im Spiel vermuten. In den Fällen, in denen Sie mit Ihrem provisorischen Ball von einer Stelle aus spielen, die als Raumgewinn ausgelegt werden könnte, wird Ihr provisorischer Ball zum Ball im Spiel mitsamt der bisher dafür benötigten Schläge inklusive Strafschlag. Solange der eigentliche Ball nicht verloren ist, bleibt er unter allen Umständen der Ball im Spiel. Eine weitergehende Zuwiderhandlung führt im Lochspiel zu Lochverlust, im Zählspiel zu zwei Strafschlägen. Eine sich explizit anders darstellende Regelung ist ausschließlich der Platzregelung im Einzelfall überlassen.


Public Course

Bezeichnet einen öffentlichen Golfplatz, der in der Regel die Möglichkeit bietet, ohne Clubmitgliedschaft in einem anderen Golfclub gegen Greenfee darauf zu spielen. Es kommt auch häufig vor, dass es sich bei einem Public Course um einen Teil eines Golfplatzes handelt, der nur den Mitgliedern des Golfclubs zugänglich ist.


Pufferzone

Definiert den Bereich, im Rahmen dessen ein Stableford-Nettoergebnis nicht die DGV-Stammvorgabe eines Spielers heraufsetzt.


Pull

Bezeichnet einen nach dem Schlag links abweichenden Ball.


Punch Shot

Bezeichnet einen Ball, der zwecks Reaktion auf starken Gegenwind bewusst tief geschlagen wird.


Push

Bezeichnet einen nach dem Schlag rechts abweichenden Ball.


Putter

Bezeichnet den Schläger zum Putten auf dem Grün. Die Auswahl des richtigen Putters hängt sehr stark vom Handlinggefühl ab. Es existieren viele Variationen mit unterschiedlichen Ausführungen der Schaftlänge und Form des Schlägerkopfes.

Putter

Puttlinie

Bezeichnet die gerade Linie, die sich zwischen dem Ball und dem Mittelpunkt des Loches ergibt. Ihr Verhalten auf dem Grün, insbesondere Ihr eingenommener Stand, sollte dringend beachten, dass Sie oder auch Ihr Schatten nicht die Puttlinie eines anderen Spielers kreuzen.


Q


R


Rabbit

Als Rabbits werden Golfanfänger bezeichnet. Sie werden diese Bezeichnung auch im Rahmen von Rabbit- und Tiger-Turnieren antreffen, bei denen zwecks Lernmöglichkeit erfahrene Spieler mit Anfängern zusammengelegt werden.


Range Ball

Bezeichnet die Bälle, die eigens für die Nutzung auf der Driving Range vorgesehen sind und nach dem Schlag auch nicht mehr eingesammelt werden dürfen. In der Regel werden diese vom Golfclub bereitgestellt oder auch vermietet. Es handelt sich hierbei um One-Piece-Bälle oder Two-Piece-Bälle, die an keiner anderen Stelle des Platzes gespielt werden dürfen.


Ranger/Marshal

Bezeichnet einen vom Club eingesetzten Kontrolleur zur Aufrechterhaltung des Spielflusses, den man in stark frequentierten Clubs des Öfteren im Einsatz sehen kann. Er hat die Abstände der spielenden Gruppen stets im Blick und wird sie bei Bedarf entweder auffordern, schneller zu spielen oder die nachfolgende Gruppe durchspielen zu lassen. Sie müssen dieser Aufforderung Folge leisten.


Recovery

Bezeichnung für einen Schlag, der Sie aus einer schlechten Lage in eine gute Lage befreit. Eine Zeit lang wurden auch Wedges mit dieser Bezeichnung versehen, welche sich in besonderer Weise für Rough-Schläge eigneten.


Regelentscheidung

Über die Regeln in Privatspielen entscheidet durch Auskunft der für den Spielbetrieb zuständige Ausschuss, sofern das Spiel nach Golfregeln gespielt werden soll. In einem Wettspiel ist dies die Spielleitung. Die Hierarchie innerhalb des Ausschusses bei Nichtantreffen eines Spielausschussmitgliedes gibt einen Übergang auf die restlichen Ausschussmitglieder vor. In den Fällen, in denen der Spielausschuss zu keiner Entscheidungsfindung gelangt, muss die Entscheidung auf schriftlichem Wege dem Regelausschuss des DGV übertragen werden.


Release of the Club Head

Bezeichnet die Bewegung, bei der sich der Schlägerkopf im Treffmoment so weit in den Ball dreht, bis er senkrecht zur Ziellinie steht. Hierfür muss sich der rechte Unterarm während der Bewegung über den linken Unterarm legen, was auch als Überrollen der Handgelenke bezeichnet wird.


Rest-Ehre

Bezeichnet Spielsituationen, in denen aufgrund eines Gleichstandes die Spielreihenfolge am Abschlag vom Ergebnisstand des vorherigen Abschlags abhängig gemacht wird.


Reverse-Overlap-Griff

Ein auf dem gewöhnlichen Overlap-Griff basierender Putt-Griff, der als beliebtester Putt-Griff gebraucht wird. Beide Hände bilden hierbei eine Bewegungseinheit. Es wird zuerst die rechte Hand in der Weise auf den Putter gelegt, dass oberhalb noch genügend Platz für die linke Hand bleibt. Die Handfläche der rechten Hand zeigt in Richtung Ziel und die linke Hand wird hinter der rechten Hand platziert. Der Daumen der linken Hand bleibt oben auf dem Putter, gewissermaßen neben dem Handballen der rechten Hand. Der Zeigefinger der linken Hand bleibt fast ausgestreckt über der rechten Hand zwischen kleinem Finger und Ringfinger platziert. Ein zweiter Finger der linken Hand umschließt den gesamten Putt-Griff und wird hinter dem kleinen Finger der rechten Hand platziert.

Reverse-Overlap-Griff

Roll

Bezeichnet die Vorwärtsbewegung des Balles nach dem Aufkommen auf dem Boden.


Rookie

Bezeichnet einen Spieler, der sich innerhalb der Lernphase seiner begonnenen Turnierkarriere befindet, was nicht verwechselt werden darf mit dem Rabbit, der einen Golfanfänger an sich bezeichnet.


Rote Pfosten

Markieren und begrenzen ein seitliches Wasserhindernis, im Unterschied zu einem frontalen Wasserhindernis, dessen Markierungen gelb sind.

Rote Pfosten

Rough

Bezeichnet das ungestutzte Gras und Gestrüpp neben dem Fairway, wobei das Semi Rough niedriger geschnitten ist als das Primary Rough.


Rücken

Der Rücken ist ein neuralgischer Punkt, auf dessen Stabilität Sie im Rahmen der Ausübung des Golfsports besonderes Augenmerk richten sollten. Verkürzungen, Verhärtungen und fehlende Elastizität können sehr schnell zu Wahrnehmungsdefiziten im Bewegungsablauf und dementsprechend zu Verletzungen führen. Achten Sie darauf, sich vor dem Spiel ausreichend der Dehnung Ihrer Rückenmuskulatur zu widmen.


Rückschwung

Bezeichnet die Bewegung, die über die Ansprechposition bis zum höchsten Punkt des Ausholens führt, und deren Qualität maßgeblichen Einfluss auf Ihr gesamtes Spiel hat.

Rückschwung

Run Up

Bezeichnet einen flachen, lang ausrollenden Annäherungsschlag.


Ryder Cup

Der Ryder Cup ist die Bezeichnung für einen alle zwei Jahre stattfindenden Kontinentalvergleich zwischen Europa und Amerika. Der Cup wurde im Jahre 1927 ins Leben gerufen und wurde bis ins Jahr 1979 als Vergleich zwischen den Golfprofis aus Amerika und Großbritannien ausgespielt. Die bis dahin eklatante Überlegenheit der Amerikaner führte dazu, auch Profis aus dem Rest Europas dem Team der Briten zuzuordnen, woraus sich schlussendlich der Kontinentalvergleich ergeben hat.


S


Saint Andrews

Name der in Schottland gelegenen Stadt, die lange Zeit Zentrum religiöser, universitärer und auch sportlicher Aktivitäten, den Golfsport betreffend, war. Die Golfanlage war seinerzeit versehen mit 22 Löchern, die im Laufe der Zeit zwecks Erhöhung des Schwierigkeitsgrades auf 18 Löcher reduziert wurden, sodass sich andere Plätze zur Vereinheitlichung des Spiels im Laufe der Zeit immer mehr dem Vorbild in St. Andrews annäherten.

Saint Andrews

Sand Iron

Englische Bezeichnung für Sandwedge.


Sand Trap

Mit der Bezeichnung Sand Trap wird ein Bunker bezeichnet, der in den Regeln als Hindernis geführt wird. Der Bunker ist eine vertiefte Bodenstelle, in der die Einbettung mit Sand aufgefüllt ist. Jede andere Beschaffenheit des Bodens, angrenzend oder auch im Bunker selbst, gehört nicht zum Bunker. Angrenzende Wände oder auch nicht mit Gras bewachsene Ränder werden zum Bunker hinzugezählt. Damit ein Ball „im“ Bunker ist, muss er den Bunker mit irgendeinem Teil berühren, wobei sich die Grenzen des Bunkers senkrecht nach unten erstrecken.

Sand Trap

Sandwedge

Die Besonderheit eines Sandwedges ergibt sich durch die dickere Sohle des Schlägerkopfes. Dieser soll im Gegensatz zum Pitching Wedge gewährleisten, dass beim Schwung im Sandbunker das Eisen durch den Sand gleitet und sich nicht in den Sand hineinbohrt.

Sandwedge

Sarazen, Gene

Wird als der Erfinder des Sandwedges geführt, dessen Profi-Karriere sich über ein halbes Jahrhundert hinzog. Er spielte von 1922, dem Jahr, in dem er das erste Mal die US Open gewann, bis ins Jahr 1971, wo er im Alter von 71 Jahren als ältester Teilnehmer an den British Open teilnahm.


Schaft

Ein aus Stahl oder Graphit bestehendes Verbindungsstück zwischen Schlägerkopf und Griff. Beim bis in die 20er Jahre des vorherigen Jahrhunderts aus Hickory-Holz hergestellten Schaft ist nicht nur die gesamte Flexibilität entscheidend, sondern die Anpassungsmöglichkeiten des besonders flexiblen Teiles, die erst dann zu einer optimalen Umsetzung der Schwunggeschwindigkeit und zu größtmöglichen Weiten führen werden. Es ist zu beachten, dass zu wenig Flex die Länge und zu viel Flex die Präzision reduziert.

Schaft

Schlägerblatt

Bezeichnet die Schlagfläche eines Eisenschlägers, wobei das Schlägerblatt Teil des Schlägerkopfes ist. Es wird zwischen Cavityback und Blades unterschieden. Blades sind eher geeignet für Spieler mit HCP unter 10, weil sich mehr Sidespin übertragen lässt und ein höherer Schwerpunkt vorliegt.

Schlagfläche

Schlechter Kontakt

Ein zu fett oder zu dünn getroffener Ball wird „schlechter Kontakt“ genannt.


Schotten Lady

Bezeichnet einen Schlag eines Mannes vom Abschlag, der gerade mal so den Damenabschlag passiert, was eine Schuld gegenüber dem übrigen Flight in Form einer Runde am 19. Loch resultieren lässt.


Schwunggewicht

Bezeichnet die Maßeinheit, mit der die Gewichtsverteilung eines Schlägers mit Kopf, Schaft und Griff angegeben wird. Bei Damen wird die Maßeinheit folgendermaßen angegeben: C5–D0. Bei Herren liegt die Maßeinheit zwischen C9–D4. Die Wechselwirkungen sind wie folgt beschreibbar: Jede Verlängerung des Schaftes reduziert das Schwunggewicht um eine Maßeinheit nach unten und umgekehrt. Weil der Schläger an die Physis des Spielers angepasst sein sollte, ist es ratsam, als kräftiger Golfer zu einem Schläger mit höherem Schwunggewicht zu greifen, damit ihm von diesem eine Rückmeldung gegeben werden kann, an welchem Punkt der Schwungebene sich der Schlägerkopf gerade befindet.


Score

Der Score gibt das Gesamtergebnis für eine ganze Runde oder für ein Lochspiel an.


Scratch Player

Bezeichnet einen Amateurspieler, der in der Klasse der Spieler mit Zählspiel-Qualifikation für die US-Amateur-Meisterschaft spielberechtigt ist. Seine Qualifikation erreicht er dadurch, dass sein Abschlag im Durchschnitt 229 m lang ist und er auf einer Spielbahn von 430 m das Grün mit zwei Schlägen zu erreichen in der Lage ist. Damen müssen einen durchschnittlichen Abschlag von 192 m erreichen und in der Lage sein, auf einer Spielbahn von 366 m das Grün mit zwei Schlägen zu erreichen.


Semi Rough

Bezeichnet das Gras, welches sofort neben dem kurz gemähten Fairway liegt und auch „Secondary Rough“ genannt wird. Das Semi Rough ist also höher geschnitten als das Fairway, aber niedriger als das Primary Rough.


Set-Up

Das Set-Up bezeichnet die richtige Aufstellung des Spielers vor dem Schlag. Zu diesem gehören die richtige Positionierung und die richtige Ausrichtung zum angemessenen Ansprechen des Balles.


Shaft Frequency

Bezeichnet die Maßeinheit des Schaftes, in der die Schwingung bei gegebenem flexiblem Kopfgewicht und Länge gemessen wird.


Shank

Bezeichnet einen Fehlschlag, bei dem der Ball mit dem Schläger zwischen Schlägerhals und Ferse an der Schlägerkopffassung getroffen wird, was je nach Händigkeit zum dementsprechend ausgerichteten Drall in diese Richtung führen wird.


Shapen, den Ball

Bezeichnet einen absichtlich mit Drall geschlagenen Ball, sodass dieser eine Kurve fliegt.


Shotgun Start

Bezeichnet eine Spielsituation, in der alle Spieler auf allen Löchern an den Abschlagsplätzen positioniert sind und das Spiel nach einem „Schusszeichen“ gleichzeitig beginnen.


Signature Hole

Bezeichnet ein für den Platz charakteristisches Loch, mit dem der Platz identifiziert und in Verbindung gebracht wird.


Skin Game

Bezeichnet eine Spielvariante, die bevorzugt bei Einladungsturnieren von Golfprofis in Anspruch genommen wird. In dieser wird an jedem Loch um eine bestimmte Geldsumme gespielt, die derjenige gewinnt, der die wenigsten Schläge aufweist. Bei Teilung wird der Einsatz dieses Loches zum nächsten Loch hinzugezählt.


Slice

Bezeichnet einen nach seinem Start nach rechts driftenden Schlag. Bei Amateuren ist dies wegen der Häufigkeit des Auftretens ein sehr bekanntes Phänomen.


Slicespin

Bezeichnet den seitlichen Drall des Balles aufgrund eines Slices.


Slope

Bezeichnet die Neigung des Grüns.


Slope Rating

Bezeichnet das Servicezeichen der USGA zur Kennzeichnung potenzieller Spielfähigkeit eines Golfers auf einem bestimmten Platz im Verhältnis zur Spielfähigkeit eines Scratch-Spielers auf demselben Platz. Maßstab ist die Anzahl der Schläge über oder unter dem Course-Rating-Wert, die ein Spieler mit einer bestimmten Stammvorgabe erzielt.


Slope Wert

Bezeichnet das Maß des relativen Schwierigkeitsgrades eines Platzes für Golfer. Er wird gerundet angegeben und liegt zwischen 55 und 155. Bemessen wird er aus der Differenz zwischen Bogey Rating und dem Course Rating, wobei der Standard in der Regel bei 113 liegt.


Socket

Bezeichnet einen Fehlschlag, bei dem der Ball mit der Spitze des Schlägers anstatt mit dem Schlägerblatt getroffen wird, was für einen starken Drift nach rechts sorgen wird. Dies ist nicht zu verwechseln mit dem „Shank“.


Sohleplatte

Bezeichnet ein Metallstück, das am Boden eines Holzes befestigt ist und einen tieferen Schwerpunkt sowie ein größeres Kopfgewicht bewirkt.


Sole

Bezeichnet die untere Kante des Schlägerkopfes, die beim Ansprechen des Balles auf dem Boden ruht. Es gibt Unterschiede in der Ausgestaltung einer solchen: eine von vorne nach hinten gebogene „Cambered Sole“, eine von der Spitze bis zur Ferse bogenförmig verlaufende „Rocker Sole“ und eine vorne höher als hinten ausgestaltete „Skid Sole“.


Sonderwertungen

Sonderwertungen bezeichnen Sonderpreise in einem Turnier. Diese werden für „Hole in Ones“, „Nearest to the Pins“ oder „Longest Drives“ vergeben.


Speed Golf

Bezeichnet eine Variante des Golfsports, in der der Golfsport mit dem Laufsport verbunden wird. In dieser werden die benötigten Schläge zur gelaufenen Zeit hinzugerechnet, um das Endergebnis zu ermitteln.


Spielführer

Auf jedem Golfplatz ist im Verein ein Spielführer bestimmt, der mit der Organisation und der Durchführung des Spielbetriebes betraut wurde.


Spielleitung

Bezeichnet einen im Wettspiel verantwortlichen Spielausschuss, der als „Spielleitung“ oder „Wettspielleitung“ bezeichnet wird.


Spielvorgabe

Nicht zu verwechseln mit dem Handicap, also der Clubvorgabe. Sie müssen Ihre Spielvorgabe sogar beim Bespielen Ihres eigenen Platzes kennen. Für die Spielvorgabe wird Ihr Handicap in Relation zur Platzschwierigkeit bestimmt, was in jedem Club mithilfe einer jeweiligen Umrechnungstabelle möglich ist. In dieser Umrechnungstabelle können Sie auch ersehen, wie die Auf- und Abrundungen in dem jeweiligen Club geregelt werden.


Spikemarken

Bezeichnet kleine Löcher auf dem Grün oder dem Abschlag, weswegen viele Golfclubs auch nur noch Softspikes zulassen.


Spikes

Es wird unterschieden zwischen Softspikes und Metallspikes. Mittlerweile haben sich die Softspikes aus Gründen der Platzpflege zum größten Teil durchgesetzt. Die Diskussion, ob Softspikes auf jedem Geläuf die richtige Wahl sind, hat sich dadurch erledigt, dass auch die Softspikes seit Längerem auswechselbar sind.


Spin

Bezeichnet die Rotation eines Balles im Flug, wobei zwischen „Backspin“ und „Sidespin“ unterschieden wird. Beim Backspin wird dem Ball Auftrieb verliehen, der Sidespin zeichnet sich verantwortlich für die Flugrichtungsentwicklung des Balles nach dem Schlag.


Spoon

Bezeichnet die alte Bezeichnung für ein Fairwayholz, das historisch in etwa einem Holz 3 entsprach.


Square / Square Stance

Bezeichnet die Ausrichtung des Spielers und/oder des Schlägers zum Ball. Bei normalen Schlägen stehen Sie square zum Ball, mithin parallel zur Balllinie. Die Balllinie bezeichnet ihrerseits die Linie zwischen Ball und Ziel.


Stableford

Das Stableford-Punktesystem ist im Jahre 1931 von Dr. Frank Stableford entwickelt worden als Reaktion auf ein miserabel gespieltes erstes Loch auf einem Golfturnier. Das erste Wettspiel nach diesem Punktesystem fand im Jahre 1932 statt. Die Vorgabenrechnung vergibt, unabhängig von der Spielform, Stableford-Punkte im Verhältnis zum Par des Lochs, für die die Nettowertung maßgeblich ist.


Stahlschaft

Der Stahlschaft setzte sich nach den 20er Jahren des vorherigen Jahrhunderts nach und nach durch, bis in den 80er Jahren Kunststoffschäfte ihren Vormarsch starteten.


Stance

Bezeichnet die Ansprechposition des Spielers zum Ball. Hierfür stellt sich der Spieler schulterbreit und mit etwas gebeugten Knien zum Ball, wobei der Körper leicht nach vorne gebeugt ist und die Arme vor dem Körper hängen. Sie müssen hierbei eine Dynamik in Ihrem Stand wahrnehmen können, die Sie dazu berechtigt, sofort zu reagieren. Die Gewichtsverteilung ist dementsprechend gleichmäßig zwischen Ferse und Fußballen gehalten.


Stechen

Ein Stechen kommt infrage, wenn bei einem Turnier zwei Spieler das gleiche Ergebnis erzielt haben, wobei die Ausschreibung des Turniers explizit darauf verzichten kann und bei Gleichstand zwei Preise und Platzierungen vergibt. Bewährt hat sich das Stechen auf Grundlage von neun gespielten Löchern, deren Auswahl nach dem Schwierigkeitsgrad entsprechend der Vorgabenverteilung erfolgt. Bei anhaltendem Gleichstand werden die sechs Löcher mit dem nächsthöheren Schwierigkeitsgrad, danach das schwerste Loch herangezogen.


Stimpmeter

Der Stimpmeter ist eine Art Schablone, mit dessen Hilfe Ihnen der Rollwiderstand des Grüns angegeben werden kann. In der Regel wird bei Turnieren dieser Wert vorher bestimmt und Ihnen zur Verfügung gestellt.


Strokeplay

Ist die englische Bezeichnung für Zählspiel. In diesem spielen Sie gegen den Platz und konkurrieren anschließend mit den Ergebnissen anderer, wobei immer bis zum Ende, also alle 18 Löcher, gespielt wird.


Strafschlag

Strafschläge dienen weniger der Bestrafung an sich, vielmehr der Vergleichbarkeit und Fairness. Da die jeweilige Bewertung im Einzelnen sehr schwierig werden kann, sollten Sie sich an die Grundsätze halten: Wenn Sie nicht da weiterspielen können, wo Ihr Ball zum Erliegen gekommen ist, und Sie keine straflose Erleichterung in Anspruch nehmen können, müssen Sie einen Strafschlag zu Ihrem Score hinzurechnen. Unabsichtliche Verstöße gegen die Regeln führen immer zu zwei Strafschlägen.


Strategie

Das Golfspiel erfordert eine strategische Herangehensweise, in der Vorausplanung und Einteilung des Loches genauso viel wert sind wie das eigentliche Bespielen des Loches.


T


Tee

Als Tee wird zum einen die Fläche bezeichnet, von welcher der Golfball abgeschlagen wird. Andererseits bezeichnet ein Tee auch ein Hilfsmittel, um den Ball erhöht vom Abschlag zu schlagen. Tees wurden ursprünglich aus Holz gefertigt. Heute sind sie allerdings aus vielen anderen Materialien erhältlich.


 

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